Skifahren in den Rocky Mountains – Eldorado Colorado

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Mit dem Lift direkt ins Ski-Paradies

Ein strahlend blauer Himmel, weißer Pulverschnee, der die waldigen, menschenleeren Berge bedeckt, einsame Holzhütten und typisch amerikanische Freundlichkeit: Die Rocky Mountains sind DER Place To Be für alle Winterurlauber, die mehr wollen als nur europäische Massenabfertigung!

Zugegeben, die Anreise dauert etwas länger als die Fahrt in die Alpen, aber es gibt zahlreiche Gründe dafür, diese Strapazen auf sich zu nehmen! In den Rocky Mountains findet man nämlich den sagenumwobenen „Champagne Powder“-Schnee, der aufgrund einer sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit entsteht, ein wahnsinniges Fahrvergnügen bietet und nicht mal im Entferntesten dem uns hier oft verhassten Pappschnee ähnelt. Die Amerikaner legen viel Wert auf ihre Pisten, die so weich und eben aussehen, dass man sich am Liebsten direkt in den Schnee hinein legen würde! Jede Nacht wird hier im Akkord gearbeitet, damit die Wintersportler am nächsten Morgen unberührte Abfahrten durch die wunderbaren, naturbelassenen Wälder genießen können und nicht über die unbeliebten Eisplatten schlittern müssen.

Anstehen am Lift? Das macht einfach keinen Spaß, denn am Liebsten würde man sich doch sofort wieder an die Spitze des Berges beamen können, um dem rasanten Vergnügen keinen Abbruch leisten zu müssen. Das Warten an den Stationen im Tal bleibt einen in den Rockys zwar auch nicht vollständig erspart, aber wenn man hier nicht nur stets freundlich begrüßt wird, sondern einen nette Menschen auf dem Weg vom Skibus zum Lift auch noch kostenlos mit ofenwarmen Keksen, Taschentüchern und Bechern mit Zimtapfelsaft verwöhnen, dann wird aus dem notwendigen Übel eine überraschende Begegnung mit der amerikanischen Gastfreundlichkeit. Überhaupt werden Service und Hilfsbereitschaft in Amerika groß geschrieben, was sich auch in den zahlreichen Hotels vor Ort oder den Leihstationen für Wintersportmaterial widerspiegelt- hier wird man nicht nur sehr professionell beraten, die Menschen haben auch selbst im größten Stress immer ein nettes Wort auf den Lippen.

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Rocky Mountains

Das Fahren an sich macht in den Rocky Mountains, die mit einer viel höheren Baumgrenze als bei uns und dadurch viele Pisten durch breite Waldgebiete überzeugen, nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch noch sehr sicher: Es gibt in der Nähe des Tales und bei Lifteinsteigen Bereiche, in denen langsamer gefahren werden muss und wer sich nicht daran hält, wird garantiert von der „Ski Patrol“ gestoppt. Wie auch im normalen Polizeiwesen der USA bekannt, wird hier gleich kurzer Prozess gemacht- die Abnahme des Skipasses, Folge des rücksichtslosen Rasens, ist für echte Wintersportfans garantiert mindestens genauso schmerzhaft wie eine Nacht in der Zelle. Während man bei uns nur drei Farben zum Bestimmen der Schwierigkeit von Pisten verwendet, unterscheidet man in Amerika sogar fünf Stufen, wobei die „Double Diamonds“ so anspruchsvolle Verhältnisse bietet, dass diese hierzulande gar nicht öffentlich zugänglich wären. Ideal für alle, die nach Adrenalinkicks suchen!

Wer genug vom Skifahren hat, der sollte seine Bretter abschnallen und sich einmal genauer vor Ort umsehen: Viele der Skiorte sind nämlich ursprüngliche Western- oder Minenstädtchen, in denen sich immer noch der Charme der Goldgräbermentalität spüren lässt. In Städtchen wir Breckenridge, Aspen oder Park City findet man nicht nur richtige Westernkneipen und Saloons mit echten Cowboys, auch die Countrymusik ist hier weit verbreitet. Selbst Musikliebhaber anderer Genres werden dieses authentische Entertainment in dieser großartigen Kulisse von Bergen und Wäldern genießen können. Das wissen auch Hollywoodgrößen zu schätzen, die in den Luxusorten wie Aspen oder Vail (hier gibt es sogar eine beheizte Fußgängerzone!) ihren Winterurlaub verbringen und sich nach einem Einkaufsbummel durch die Haute Couture Läden der Main Street Aspens noch mit einem Snack im Edelrestaurant „39 Degrees“ stärken. Wer also schon immer mal mit Oprah Winfrey im Skilift stecken bleiben wollte, nirgendwo sonst auf der Welt stehen die Chancen besser!

Wer nach all der Aufregung, die der Skiort zu bieten hat, Entspannung sucht um den Muskelkater vergessen zu können, der sollte sich sein Hotel genauer ansehen. Fast alle Kategorien locken mit einem Whirlpool im Freien und großen Zimmern, in denen man einfach die Seele baumeln lassen kann. Und beim Gedanken an heißes, sprudelndes Wasser, in dem man sitzend den einmaligen Anblick der scheinbar leuchtenden Rockys betrachten kann, verspüren wir wohl alle die Sehnsucht nach einer Reise wie dieser!

Damit ihr euch vor Ort auch gut zurecht findet, erklären wir euch hier einige Begriffe, die ihr mit Sicherheit gebrauchen könnt:

Do you speak „snowish?“

Slopes- Hänge
Runs- Abfahrten
Moguls- Buckelpisten
Groomed Runs- platte, breite Pisten
High Speed Quads- Sessellifte
T-Bars- Schlepplifte
Kleenex Corner- kostenloser Taschentuch-Spender am Eingang zum Lift
Ski Rental- Leihstation für Wintersportgeräte
Poles- Skistöcke
Goggles- Skibrille (auch Taucherbrille)

Fotos: ©Silvano Rebai-Fotolia.com; By Gorgo (Photo taken by author) [Public domain], via Wikimedia Commons



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