Das erste Mal FKK? Darauf solltest du achten!

FKK Regeln

FKK-Strände werden immer beliebter. Vor allem innerhalb Europas gibt es immer mehr solcher Strände, an denen du dich unbekleidet aufhalten kannst. Die Zeiten, als dies noch ausschließlich etwas für „Nudisten“ war, sind bereits lange vorbei. Immer mehr Menschen sehen die Vorteile des Nacktbadens und werden neugierig, nachdem sie die Kennzeichnung für den textilfreien Strand entdeckt haben. Da es aber die Meisten eher nicht gewohnt sind, öffentlich nackt zu sein, stellst auch sicher du dir einige Fragen: Wo darf man hinsehen? Wie verhalte ich mich angemessen? Deshalb haben wir einen kleinen FKK-Knigge zusammengestellt, wie du dich am besten zwischen den anderen Nacktbadenden verhältst.

1. Der richtige Strand

Prüfe zuerst, wo das Nacktbaden auch wirklich erlaubt ist. Frage in deinem Hotel nach, ob und wo du ohne Kleidung unbeschwert baden kannst. Halte auch nach Schildern für FKK-Strände und anderen Kennzeichnungen Ausschau. In einigen Ländern ist Nacktbaden nämlich verboten und wird sogar mit Haft- oder Geldstrafen geahndet.

2. Angemessener Abstand

Am normalen Strand ist es nicht weiter ungewöhnlich, dass Besucher sich dicht an dicht gequetscht nebeneinander liegen – besonders in der Hauptsaison. FKK-Strände sind dagegen in der Regel eher weniger überlaufen. Daher solltest du immer etwas Abstand zu deinem Nachbarn halten. Lasse mindestens einen bis zwei Meter Platz zu dem nächsten Handtuch. Auch beim Schwimmen im Wasser empfiehlt es sich, angemessene Distanz zu halten.





Textilfreie Strände bilden häufig auch einen sozialen Rahmen. Denn alle Menschen dort haben etwas gemeinsam – die Freunde am unbeschwerten Nacktbaden. Deshalb kommt man dort auch leicht ins Gespräch. Dabei fühlen sich allerdings nicht alle gleich wohl, splitternackt zu sein, besonders am Anfang. Sollte sich demnach Jemand alleine an die Ecke des Strands zurückgezogen haben, will er höchstwahrscheinlich nicht unbedingt an deinem Picknick teilnehmen.

3. Bitte ausziehen

Halte dich immer an die herrschenden Hausregeln. An den meisten FKK-Strandabschnitten kannst du deinen Badeanzug zwar anlassen, aber an einigen Nudistenstränden sind Klamotten sogar gänzlich verboten. Die Nacktbadenden bleiben nämlich gerne unter sich. Beim Textil-Verbot gibt es aber auch Ausnahmen für Kinder sowie Jugendliche.

4. Starren ist ausdrücklich verboten

Nun bist du also zum ersten Mal von Dutzenden, oder sogar Hunderten fremden und nackten Menschen umgeben. Du hast das Gefühl, das du von allen Seiten beobachtet wirst und weißt nicht, wohin du schauen sollst und hältst deswegen deine Augen auf den Sand gerichtet. Dabei ist das überhaupt nicht notwendig. Sieh dich ruhig um und schau, wer noch alles da ist und was die Menschen so tun. Du wirst feststellen, dass wirklich niemand dich sonderlich beachtet.

Ähnlich wie an jedem normalen Strand solltest du aber niemanden ungeniert anstarren. Schließlich will kein Mensch das Gefühl haben, dass er von unten bis oben gemustert wird. Wenn dich Jemand in ein Gespräch verwickeln sollte, dann versuche dabei Augenkontakt zu halten – selbst wenn da im Moment ein Nackter vor dir steht. Selbstverständlich werden deine Augen abschweifen und dabei ist nichts Schlimmes. Du kannst ruhig einen kurzen Blick riskieren. Bemühe dich dabei einfach, zu 90 % in die Augen deines Gegenübers zu schauen. Denn zu langes Anzustarren am FKK-Strand kann auch schnell als eine Belästigung empfunden werden.

5. Bitte keine Fotos

An FKK-Stränden sind Kameras unerwünscht. Badegäste werden darauf manchmal auch mit Schildern hingewiesen. Vor allen Dingen solltest du nicht andere Nacktbadende fotografieren. Falls du ohne ein Selfie oder Schnappschuss nicht auskommen kannst, solltest du aufpassen und äußerst diskret vorgehen, dass du mit deinem Objektiv nicht auch andere Strandbesucher einfängst und belästigst. Als Fotograf mit professioneller Spiegelreflexkamera und einem großem Teleobjektiv kommst du sicher an vielen Orten sehr leicht mit anderen Menschen ins Gespräch – FKK-Strände zählen aber definitiv nicht dazu.

6. Nicht ohne Badetuch

Falls du dich in deinem FKK-Urlaub an der coolen Strandbar oder im nächsten Restaurant stärken möchtest, solltest du unbedingt immer ein Handtuch bei dir tragen. Die öffentlichen Barhocker, Liegen und Stühle sollten auch besonders aus hygienischen Gründen jedes Mal nur mit Bade- oder Handtuch benutzt werden.

7. Erotik ist unangemessen

Viele Menschen verbinden Nacktheit oft mit Sex und sind deshalb der Meinung, es wäre in Ordnung, an einem Nacktstrand auch Sex zu haben. Das ist jedoch falsch. An FFK-Stränden hat Nacktsein nämlich rein gar nichts mit Sex zu tun. Sexuelle Handlungen sind deshalb streng verboten. Natürlich kannst du Händchen halten, deinen Partner küssen oder mit Sonnenschutzcreme einreiben. Hierbei sollte es dann jedoch auch bleiben. Verliebte Paare sollten am FFK-Strand also nicht allzu intim miteinander werden, um Aufregung und Erregung zu vermeiden. Erotik ist absolut tabu, besonders wenn auch Kinder am Strand anwesend sind.

8. Respekt gegenüber Anderen

Am FKK-Strand haben abfällige Bemerkungen zur Figur der anderen Nacktbadenden nichts verloren. Denn schließlich sollte sich wirklich jeder Strandbesucher wohl in seiner eignen Haut fühlen. Behandele deine Mitmenschen also auch am Nacktstrand mit angemessenem Respekt.

 

Fotos: Butch / stock.adobe.com

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