Fall in love with Mumbai…

Mumbai ist eine riesige Metropole, die wunderschöne Stadtteile zu bieten hat. Wer mit dem traditionellen Indien nicht so viel anfangen kann, der sollte Mumbai trotz allem eine Chance geben. Denn in dieser Hafenstadt werden die Bollywoodfilme gedreht und es gibt eine funktionierende Müllabfuhr – nur zwei Fakten, die zeigen, dass das ehemalige Bombay immer westlicher wird.

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Straße in Colaba Fotos: Deniz Ispaylar

Sonnendurchflutete Alleen, gepflasterte Straßen, glückliche Gesichter. So sieht es vor allem in Colaba, dem südlichsten und touristischten Teil der Stadt aus. Mumbai hatte mich mit offenen Armen empfangen, als ich erschöpft aus dem Norden mit einem preiswerten und schnellen Inlandsflug in der Metropole am Arabischen Meer gelandet bin. Hier schließt sich die Moderne mit der Tradition zusammen, Frauen in Saris sitzen in Coffeeshops und junge Mädchen in Hosen laufen mit ihren Freundinnen die Straßen entlang, um irgendwo einen Chai zu trinken.

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Bücherstand am Straßenrand Fotos: Deniz Ispaylar

Manche sagen, Mumbai sei anstrengend, doch ich finde, dass diese Stadt die absolute Lightversion des Landes ist. Ich finde sie entspannt, aufgeschlossen und erkenne die westlichen Züge deutlich, zum Beispiel daran, dass sich viele junge Einwohner nicht mehr traditionell indisch kleiden und ich die besten Pancakes ever in einer Patisserie gegessen habe.






Portugiesische Bauweise – der Bahnhof Fotos: Anika Landsteiner

Für die Filmfreaks gibt es zwei ganz besondere Tipps: 1. Es ist keine Seltenheit, als Europäer angesprochen und gefragt zu werden, ob man in einem Bollywoodstreifen als Komparse mitmachen möchte. Wenn also jemand gerne hinter die Kulissen dieser Filmlandschaft schauen möchte, kann das ohne Bedenken tun. Man sollte allerdings bedenken, dass so ein Drehtag gut und gerne 12 Stunden dauern kann und die Bezahlung miserabel ist. Daher ist es ratsam, das nur zu tun, wenn man mehrere Tage in der Stadt ist und nach dem olympischen Motto „dabei sein ist alles“ die heiligen Hallen der indischen Filmstudios betritt.

2. „Slumdog Millionaire“ wurde in Dharavi, einem der größten Slums Asien, gedreht. Ich bin dort hingefahren, um mir ein Bild davon zu machen und war ehrlich gesagt auf alles gefasst. Und meine Vorurteile wurden enttäuscht. Dharavi hat viele saubere Ecken, die Menschen sind freundlich und offen, sie grüßen einen, selbst wenn man durch die verschlungenen Gässchen auf einmal in ihrem Hinterhof steht. Die Einwohner von Dharavi bleiben meist ihr ganzes Leben dort, da ihre ganze Familie dort lebt und Slums oftmals insofern funktionieren, dass sie wie eine Stadt in der Stadt sind, in der es alles gibt, was man braucht. Für mich war es eine sehr berührende Erfahrung. Allerdings bitte beachten: Nicht fotografieren, beziehungsweise auf jeden Fall vorher um Erlaubnis fragen!

Kunstwerke auf Elephanta Island Fotos: Anika Landsteiner

Abseits der Filmindustrie hat Mumbai auch eine ganz tolle Kunstszene zu bieten. Ein Museum reiht sich an das Nächste und wenn man die Augen offenhält, kommt man sowieso an der atemberaubenden Streetart nicht vorbei. Fall in love with Mumbai… es ist gar nicht so schwer.

Streetart Fotos: Deniz Ispaylar


Grün, grün, grün… Fotos: Anika Landsteiner

 

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