Ortsunabhängig arbeiten – die besten Tipps für digitale Nomaden

Arbeiten mit den Füßen im Sand. Nachmittags im Louvre Kunstwerke bestaunen. Und abends Tapas und Rotwein in der kleinen spanischen Bar genießen. Wer träumt nicht davon: Arbeiten, den Lebensunterhalt verdienen und gleichzeitig die Welt sehen. Wenn du dich für ein Leben als digitaler Nomade entscheidest, muss das kein Traum bleiben. Wir zeigen dir, wie du Arbeit und Abenteuer unter einen Hut bekommst.

Was genau sind digitale Nomaden?

Als digitaler Nomade kannst du von jedem Ort der Welt aus arbeiten und Online Geld verdienen. Vorausgesetzt, du hast deinen Laptop dabei und das Internet funktioniert gut. Dabei bist du auf kein bestimmtes Berufsbild festgelegt. Digitale Nomaden finden sich in vielen Branchen in denen digitales Arbeiten grundsätzlich möglich ist. Auch deiner Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst als digitaler Nomade dauerhaft um die Welt reisen und bleibst jeweils solange es dir gefällt an einem Ort, und reist dann weiter zum nächsten. Es gibt aber auch digitale Nomaden, die eine Heimatbasis haben, von der aus sie immer dann in die Welt reisen, wenn sie das Fernweh packt. Andere digitale Nomaden wiederum verfügen über mehrere Standorte, die über die Welt verstreut sind. Sie arbeiten mal hier und mal dort.

Was du als digitaler Nomade brauchst

Zunächst einmal solltest du bereit sein, in deinen Lebensstil ein wenig mehr Kraft zu investieren, als wenn du immer nur am selben Ort leben würdest. Als digitaler Nomade bist du in der Wahl deines Arbeitsortes zwar weitgehend frei. Allerdings musst du für dich selbst herausfinden, wie und wo du gut arbeiten kannst. Laptop und Internet sind die Grundlagen für deine Arbeit. Du selbst musst aber austesten, ob du ein Typ bist, der gerne und gut in Cafés arbeiten kann.

Oder brauchst du eine ruhige Umgebung? Dann wird es schwierig, wenn du dich zum Beispiel kostensparend in einem Hostel einmieten möchtest. Eine eigene Wohnung wäre die bessere Wahl, ist aber auch teurer. Oder fällt es dir schwer dich morgens alleine an deinen Laptop zu setzen und produktiv zu sein? Vielleicht solltest du dann nach Standorten Ausschau halten, die Co-Working-Spaces anbieten, in denen du Mitstreiter findest. Bist du am liebsten draußen in der Natur, weit weg von anderen Menschen? Dann musst du sehen, inwieweit du dort Strom und einen Internetzugang findest.

Wie du digitaler Nomade wirst

Grundsätzlich eignen sich alle Tätigkeiten, die mit einem Laptop auszuführen sind. Das sind zum Beispiel Web-Designer, Journalist, Webprogrammierer, Unternehmensberater, Sprachlehrer oder Coach. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere spannende Online Business Ideen, mit denen du über das Internet Geld verdienen kannst. Als digitaler Nomade kannst du komplett selbständig als Freelancer arbeiten. Das bedeutet, dass du selbst dafür verantwortlich bist, dir Kunden und Aufträge an Land zu ziehen.

Alternativ ist es auch möglich, als Remote-Worker zu arbeiten. Das heißt dann, dass du sehr wohl noch einen, oder auch mehrere, Arbeitgeber hast, denen gegenüber du vertraglich verpflichtet bist. Diese Arbeitsverträge legen Arbeitsinhalte und oft auch Arbeitszeiten fest. Dafür bekommst du aber ein festes Gehalt und alle Sozialleistungen, wie bei einem Job in der Heimat. Ein klassisches Betätigungsfeld hierfür wäre eine Virtuelle Assistenz. Als Virtueller Assistent erledigst du klassische Büroarbeiten, bist meist jedoch ein wenig eingeschränkter, da du oft auch telefonisch für die Kunden deines Arbeitgebers erreichbar sein musst.

Tipps für den Start

Überlege dir bevor du startest welches Modell am besten zu dir passt. Wenn du die Sicherheit eines festen Arbeitgebers brauchst, und dich nicht selbst um eine Krankversicherung kümmern möchtest, solltest du dich als Remote-Worker betätigen. Du kannst entweder deinen aktuellen Arbeitgeber fragen, ob ein Remote-Modell möglich ist, oder dir über entsprechende Remote-Jobbörsen, die du online findest, eine neue Tätigkeit suchen.

Wenn du lieber komplett frei agieren möchtest, ist das Freelancer-Modell das Richtige. In diesem Fall hast du vorab etwas mehr Aufwand. Überlege dir, wie du im Krankheitsfall abgesichert bist. Es gibt Auslandskrankenversicherungen für digitale Nomaden, die jedoch Unterschiede darin machen, ob du in deinem Heimatland noch einen Wohnsitz hast, oder nicht. Auch das solltest du dir überlegen. Wohnsitz in der Heimat behalten, oder abmelden? Beides hat Vor- und Nachteile, auch in steuerlicher Hinsicht. Wenn du in deinem Heimatland gemeldet bleibst, dann musst du dort auch eine Steuererklärung abgeben. Es kann aber auch günstiger sein, dein selbständiges Unternehmen in einem anderen Land anzumelden und dort Steuern abzuführen. Informiere dich vorab über rechtliche Voraussetzungen.

Es gibt übrigens eine Menge Communities digitaler Nomaden im Netz, denen du dich anschließen kannst. Die alten Hasen geben ihre Erfahrungen gern an Neulinge weiter. Wenn du einmal dabei bist und dich aktiv austauschst, hast du außerdem Ansprechpartner für alle Probleme, die unterwegs auftauchen könnten. Wenn andere Community-Mitglieder gerade am gleichen Ort sind wie du, dann trefft euch doch auf ein Bier. Gerade am Anfang kann die Umstellung auf das Leben als digitaler Nomade zum Gefühl der Einsamkeit führen. Dann ist es wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen.

Wie digitale Nomaden im Ausland an ihr Geld kommen

Natürlich wirst du für deine Arbeit, egal ob Remote oder Freelance, bezahlt. Entscheide dich vor dem Start, welches Bankkonto du dafür benutzen möchtest, und informiere dich bei deiner Bank, wie du weltweit an dein Geld kommst. Manchmal sind der Geldtransfer und auch das Abheben nämlich mit erheblichen Gebühren verbunden. Es kann deshalb nicht schaden, mit mehreren Modellen zu arbeiten. Ein zusätzliches PayPal-Konto erleichtert die Prozesse oftmals. Eine weltweit gebührenfreie Kreditkarte auch. In vielen Ländern der Welt können Reisende auch problemlos Bankkonten eröffnen. Ob sich das für dich lohnt, hängt von deiner Aufenthaltsdauer ab. Und auch davon, wo deine Auftraggeber sitzen. Egal wie: du solltest allen Auftraggebern immer eine einfache Option bieten können, dich für deine Leistungen zu bezahlen.

Wo du als digitaler Nomade wohnen kannst

Das hängt vor allem davon ab, wie hoch dein Budget ist. Wenn du auch als digitaler Nomade Vollzeit arbeitest und gut verdienst, macht es Sinn, sich jeweils eine Wohnung zu mieten. Du findest genügend Angebote über Portale wie AirBnB. In vielen Ländern der Welt werden Mietwohnungen zudem grundsätzlich möbliert vermietet. Hier lohnt dann auch ein Blick in Online-Wohnungsportale oder der Gang zum Makler, sofern die Courtage vom Vermieter, und nicht von dir zu zahlen ist. Bei kleinem Geldbeutel bieten sich Hostels an. Mit zunehmender Dauer wirst du weltweit auch immer mehr Kontakte knüpfen. Nicht selten ergibt sich dann die Möglichkeit privat unterzukommen.

Was kommt danach?

Auch hier ist entscheidend, wie hoch dein persönliches Sicherheitsbedürfnis ist. Wenn du nicht komplett neu anfangen möchtest, wenn du wieder in ein geregeltes Leben einsteigen möchtest, solltest du deine Wohnung in der Heimat nicht komplett aufgeben. Vielleicht kannst du sie untervermieten. Oder du behältst sie als Heimatbasis, sofern dein Einkommen hoch genug dafür ist. Falls du einen guten Draht zu deinem aktuellen Arbeitgeber hast, kannst du dich vielleicht für einige Jahre freistellen lassen und dann wieder in deinen alten Job einsteigen. Argumentiere mit den Erfahrungen, die du inzwischen gesammelt haben wirst. Auch dein Arbeitgeber kann davon profitieren. In jedem Fall solltest du nicht jeden Cent, den du verdienst, auf deinen Reisen ausgeben. Spare dir ein Polster an, das deine Neuorientierung bei deiner Rückkehr finanziert. Auch deine Altersvorsorge hast du als digitaler Nomade meist selbst in der Hand. Kümmere dich am besten bereits vor deinem Start als digitaler Nomade um eine gute Finanzierung deines Lebensabends.

 

Foto: alexandre zveiger / stock.adobe.com

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