Lauras Traumreise: Japan – mein Leben hat begonnen… (Part 2)

Gleißend hell strahlt sie Sonne durch mein Fenster auf mein Gesicht und weckt mich zum ersten Mal in meinem neuen Zuhause. Ich schnappe mein Handy und schaue auf die Uhrzeit. Es ist 7 Uhr morgens! Von wegen Jetlag! Ich habe den ganzen Tag vor mir! Ich setzte mich auf und schaue mich in meinen beschaulichen 10 Quadratmetern um.
Der Preis um so Zentral in der Stadt zu wohnen ist definitiv die Größe der Wohnung. Mit gerunzelter Stirn schaue ich auf meine 3 Koffer, die ich gestern nach meiner Ankunft sofort in eine Ecke verbannt habe und frage mich, wie ich mein ganzes Zeug in der Wohnung verstauen soll, ohne dass mein Zuhause einer Messiewohnung gleicht. Ich schüttle den Kopf und beschließe mir später darüber Gedanken zu machen.

Japan Neonlights Tokio bei Nacht

Nachdem ich mich fertig gemacht habe, werfe ich mir meine Tasche um und verlasse mein Apartment. Ich stehe sogleich auf einer belebten Straße. Die Sonne blendet meine Augen und ich setzte meine Sonnenbrille auf. Ich drehe mein einmal auf der Stelle im Kreis und versuche mir einen Überblick zu verschaffen. Überall geschäftig wirkende Japaner, die in ihren Anzügen oder Kostümen an mir vorbei haschen. Es ist Rushhour und alle Leute strömen zu ihrer Arbeit. Verwundert stehe ich da und bemerke, dass anders als erwartet, alles sehr ruhig hier zu geht. Es herrscht zwar ein geschäftiges Treiben, doch keine Spur von nervösen, angespannten Gesichtern oder gar morgendlichem Lärm. Ich bin froh, dass mein Praktikum erst in ein paar Tagen anfängt und ich noch Zeit habe mich zu akklimatisieren. Mir strömt der Duft von frischem Kaffee in die Nase und ich denke, dass ich erst mal ein Frühstück zu mir nehmen sollte. Überrascht kommt mir der Gedanke in den Sinn, dass ich hier in Japan nicht mit dem Geruch von Kaffee gerechnet hätte, aber das heiße Koffeingetränk ist anscheinend fast überall auf der Welt vertreten und beliebt. Doch ich möchte nicht zu einem herkömmlichen Frühstück mit Marmeladen Brot und Löffelei greifen, sondern ein traditionelles japanisches Frühstück zu mir nehmen. Meine Schritte tragen mich durch die Straßen Shinjukus. Links und rechts von mir ragen die Hochhäuser in den Himmel.

Japan Shopping Sonnenuntergang

Meinen Kopf in den Nacken gelegt, schweift mein Blick über die abertausenden von Werbeplakaten. Alles ist kunterbunt, glitzert und leuchtet. Meine Augen kommen gar nicht zum Ruhen bei all den grellen Farben. Ich lasse mich von dieser angenehmen Reizüberflutung mitreißen. Jedes Geschäft an dem ich vorbeikomme sieht wunderbar aufregend aus. Meine Augen leuchten beim Anblick der Tausend verschiedenen Geschäfte. Eine Mode Boutique nach der anderen zieht an mir vorbei. Ich erhasche Blicke auf ausgefallene Kleider und noch ausgefallenere Plateuschuhe. Bei einigen Geschäften kann ich nicht einmal genau sagen, was dort verkauft wird. Die meisten Geschäfte sind bis unter die Decke vollgestellt mit allerlei verschiedenen Artikeln. Aufregend und Neu ist dieser Anblick für mich. Ich könnte Stundenlang in jedem einzelnen Laden verharren und mich ganz der leuchtenden Reklame und den noch leuchtenderen Artikeln hingeben.
Bei den ganzen aufregenden Shopping Artikeln hab ich ganz meine Frühstücksmission vergessen, aber wie von alleine haben mich meine Füße vor ein traditionell japanisches Restaurant getragen. Wie am Abend zuvor werde ich überfreundlich begrüßt und betrete das mit Bambus und Wandbildern dekorierte Restaurant. Ein angenehmer Duft nach Reis und undefinierbaren Speisen durchströmt meine Nase.

Als mein Frühstück kommt ist wohl der Reis das einzige Lebensmittel, das ich mit Sicherheit identifizieren kann. Alles ist auf einem Tablett in einzelnen Schüsseln gereicht worden. Wie ich später herausgefunden habe, befinden sich folgende Sachen auf meinem Teller: eingelegtes rosa farbenes und gelbes Gemüse. Das eine davon ist Bambus, das andere undefinierbar. Es kracht schön zwischen den Zähnen und schmeckt süßlich. In Kombination mit Reis ist es sehr lecker. Auf einem der anderen kleinen Tellerchen liegt eine Art gebeizter Fisch, etwas trocken aber trotzdem genießbar. Die letzte Schale beinhaltet eine Misosuppe, eine würzige Suppe Mit Algen Blättern und geschmacksneutralen Tofuwürfeln. Zu all dem gibt es natürlich wieder wohlduftenden, heißen grünen Tee dazu.
Eine ganz andere Art des Frühstückens, gewöhnungsbedürftig für den deutschen Gaumen, aber dennoch sehr lecker.
Jetzt hat mich die Neugier gepackt. Was isst man denn, wenn man morgens als Geschäftsmann/Frau keine Zeit hat sich in ein Restaurant zu setzten. Gibt es hier sowas wie belegte Brötchen, die man schnell aus der Hand essen kann? Die Antwort auf meine Frage fand ich im sogenannten Conbini, dem Non-Plus-Ultra Supermarkt in Japan. In diesen 24-Stunden Läden findet man alles was das Herz begehrt. Von Essen über Zeitschriften und Schreibwaren, bis hin zu Kosmetikartikel und jeder Menge Krimskrams den man wirklich gebrauchen kann, gibt es dort alles! Ich habe mir das Essenregal mal genauer angeschaut und bin auf etwas Praktisches gestoßen. Es gibt ein ganzes Regal mit Betoboxen, das ist fertig verpacktes, traditionelles japanisches Essen, das nur noch aufgewärmt werden muss. Die Conbinis sind mit einer Art kleinen Küche ausgestattet, mit der es ein Leichtes ist die Gerichte innerhalb von wenigen Minuten servierfertig zuzubereiten. Die Essensboxen werden am selben Tag, an dem sie verkauft werden zubereitet, man muss also keine Angst haben, an etwas Altes zu geraten. Für wirklich wenig Geld bekommt man eine leckere, warme japanische Mahlzeit. Die Bentoboxen gibt es auch noch in der kalten Variante, beispielsweiße mit Sushi. Die Alternative zu unseren deutschen Brötchen sind hier zulande die japanischen Onigiris. Verwundert nehme ich eines von den dreieckig geformten Snacks aus dem Regal. Ich betrachte es mir genauer. Die Speise besteht aus Reis, der zu einem Dreieck geformt wurde, mit getrockneten Algenblättern umhüllt ist und mit diversen Füllungen angeboten wird.

Ich merke schon, Japan hat so viel zu bieten, dass sogar der Gang in einen normalen Supermarkt zu einem Abenteuer wird. Ich setzte meine Sonnenbrille wieder auf und trete aus dem Laden in die grelle Sonne, die mir das Gesicht wärmt. Aufgeregt setze ich meinen Weg durch das Straßengewirr von Tokyo fort, gespannt auf Alles was mich erwartet und ich erforschen kann.

Fotos: tawatchai1990, byjeng, f11photo / stock.adobe.com/small>

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