Leere Strände, kaum Touristen: Diese 10 unentdeckten Länder sind eine Reise wert

unentdeckte Länder

Urlaub ist für uns alle die schönste Zeit des Jahres. Schöne Ziele für deine Ferien gibt es überall auf der Welt. Aber es muss nicht immer Mallorca, Ägypten oder die Türkei sein. Diese zehn Länder sind echte Schmuckstücke und sie haben noch einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Urlauberhochburgen. Du hast die Gelegenheit, die Länder in aller Ruhe zu erkunden, da Touristenströme bislang ausbleiben.

1. Palau

Palau

Der Staat im Pazifischen Ozean besteht aus insgesamt über 350 Inseln, von denen elf bevölkert sind. Auf knapp 18.000 Einwohner kamen im Jahr 2013 etwa 105.000 Urlauber. Touristisch ist Palau bislang kaum erschlossen. Hier gibt es keine riesigen Hotels, sondern lediglich einige Apartment- und Bungalowanlagen. Am besten erreichbar sind die Inseln von Neuseeland und Australien aus. Besonders beliebt ist Palau bei Schnorchlern und Tauchern. Das liegt beispielsweise an „Blue Corner“. Das Areal vor der Küste Palaus wurde vom Magazin „Forbes Traveller“ zum besten Tauchgebiet der Welt gekürt. Besonders sehenswert sind Korallenriffs, sowie die artenreiche Wassertierwelt.

2. Republik Moldau

Republik Moldau

Verglichen mit der Einwohnerzahl besuchen die wenigsten Touristen in Europa die Republik Moldau. Auf 3,5 Millionen Bewohner kommen jährlich etwa 130.000 Besucher. Dabei hat das Land im Südosten Europas eine Menge Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten. Beispiel hierfür sind verschiedene Klosteranlagen im ganzen Land, wie das Kloster Capriani oder das Butuceni-Kloster im Ort Orheiul Vechi. Darüber hinaus lädt die pittoreske Natur der Republik Moldau zu Wanderungen und zur Erholung ein.

3. Ost-Timor

Ost-Timor

Über traumhafte Strände und die einzigartige Schönheit der Landschaft freuen sich die Besucher von Ost-Timor – auch Timur-Leste genannt. Dies wussten im Jahr 2013 aber gerade einmal knapp 80.000 Touristen zu schätzen. Das Land in Südostasien ist umringt von zahlreichen malerischen Inseln. Besonders sehenswert ist neben der Natur des Landes auch die Unterwasserwelt vor der Küste. Korallenriffe machen Ost-Timor zu einem beliebten Tauchspot.

4. Dominica

Dominica

Zwischen Martinique und Guadeloupe liegt ein echtes Paradies. Einziges Problem ist: Es kommt kaum jemand hin. Dominica – das gehört übrigens zu den Kleinen Antillen – besuchten im Jahr 2013 nur 78.000 Menschen. Das liegt unter anderem daran, dass es auf dem Inselstaat im Pazifik keinen Flughafen hat, wo große, internationale Flugzeuge landen könnten. Einmal dort, lockt Dominica jedoch mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Deshalb trägt das Land zurecht den Beinamen „Naturinsel“.

5. Anguilla

Anguilla

Unter den Kleinen Antillen haben wir noch eine ziemlich ruhige Urlaubsregion für dich ausfindig gemacht. Anguilla besuchten vor fünf Jahren nicht einmal 70.000 Menschen jährlich. Dabei verspricht die Insel tatsächlich Erholung pur. Schließlich erwarten dich hier knapp 30 Strände, von denen einer schöner als der nächste ist. Zum Sonnenbad laden aber nicht nur die weißen Sandplätze ein, sondern auch das tropische Klima mit Sommertemperaturen von weit über 30 Grad. Kristallklares Wasser dient dann auch hervorragend der Abkühlung. Übrigens: „Anguilla“ ist spanisch und bedeutet „Aal“. Den Namen verdankt das Paradies in der Karibik seiner langgezogenen Form.

6. Liechtenstein

Liechtenstein

Wesentlich bekannter dürfte dir zumindest vom Namen her der sechstkleinste Staat Europas sein: das Fürstentum Liechtenstein. Nichtsdestotrotz gehört auch das Land zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und Österreich zu den touristenärmsten Orten der Welt. Das Fürstentum besuchten in den letzten Jahren durchschnittlich nur knapp 60.000 Gäste. Dabei ist der Alpenstaat vor allem für Wanderer ein ideales Ziel. Durch die herrliche Alpenlandschaft schlängeln sich zahlreiche Trekkingrouten. Ein besonderes Highlight ist die Erlebniswanderung mit einem Steinadler vom Bergort Malbun aus. Die ist in ihrer Form einmalig auf der Welt. Berühmt für Liechtenstein ist nicht nur das Fürstenschloss in der Hauptstadt Vaduz, sondern auch der Fürstensteig-Höhenwanderweg.

7. Niue

Niue

Du brauchst im Urlaub echt mal Ruhe? Dann nichts wie ab nach Niue. Noch nie gehört? Das liegt im südlichen Pazifik, knapp 2.400 Kilometer von Neuseeland entfernt. 2013 haben hier gerade mal 7.000 Menschen ihre Ferien verbracht. Schade eigentlich. Die Koralleninsel hat so viel zu bieten. Vor allem bei Urlaubern, die auf der Suche nach seltenen Tieren wie dem Palmendieb oder Buckelwalen sind, steht Niue hoch im Kurs. Auch die Flora von Niue ist echt beeindruckend. Zum Ausspannen solltest du dem Avatele Beach einen Besuch abstatten. Das ist quasi der einzige Sandstrand weit und breit. Eins musst du übrigens – im Gegensatz zur den Touristenhochburgen – auf der Insel kaum fürchten: Kriminalität. Die ist nämlich so gut wie nicht existent. Was du auf Niue auf keinen Fall verpassen solltest, ist eine Wanderung zum prächtigen Korallenriff.

8. Montserrat

Montserrat

Dass weite Teile der Kleinen Antillen touristisch noch relativ unerschlossen sind, beweist auch Montserrat. Auf der 102 Quadratkilometer kleinen Karibikinsel verbrachten 2013 gerade mal knapp 7.000 Urlauber ihre Ferien. Dabei hast du hier Gelegenheit, ein modernes Pompeji zu sehen. Bei verheerenden Vulkanausbrüchen 1995 und 2007 wurden weite Teile der Insel von Lava erfasst und verschüttet. Davon betroffen ist auch die Hauptstatdt Plymouth. Das stellt heute eine einzigartige Fotokulisse dar. Darüber hinaus hast du an zahlreichen Stränden auf Montserrat die Möglichkeit, einfach mal auszuspannen. Besonders beliebt ist die Karibikinsel deshalb nicht nur bei Wanderern, sondern auch bei Wassersportlern.

9. Kiribati

Kiribati

Noch ruhiger als auf Montserrat kannst du deine Ferien auf Kiribati verbringen. Den Inselstaat südwestlich von Hawaii besuchten in den vergangenen Jahren durchschnittlich nur 6.000 Menschen. Dabei versprüht die aus über 30 Atollen gewachsene Inselkette Südsee-Feeling pur. Weiße Sandstrände und türkisblaues Meer laden Wassersportler, Angler und beispielsweise auch Vogelfreunde ein. Kiribati ist übrigens ein Staat, der aus den drei Inselgruppen Lilien-, Phoenix- und Gilbertinseln besteht. Du suchst das Paradies auf Erden? Dann flieg doch mal in Richtung Kiribati. Übrigens solltest du dich beeilen. Sollte der Klimawandel so fortfahren wie bisher, ist Kiribati eines der ersten Länder, welches vom Meer „verschluckt“ wird.

10. Tuvalu

Tuvalu

Eines der unbeliebtesten beziehungsweise unbekanntesten Urlaubsziele der Welt ist das ozeanische Atoll Tuvali. 2013 verbrachten dort gerade einmal 2.000 Touristen ihren Urlaub. Ein Grund dafür ist natürlich die Abgeschiedenheit des Landes. Mit Zwischenlandung auf Fidschi hast du Gelegenheit, entweder mit kleinen Fliegern oder Fähren nach Tuvalu überzusetzen. Dabei lohnt es sich wirklich. Auf Tuvalu hast du die Möglichkeit in Stille, Abgeschiedenheit und einer wundervollen Naturlandschaft zu entspannen. Aber auch hier solltest du dich beeilen! Tuvalu droht in naher Zukunft das gleiche Schicksal wie Kiribati.

 

Fotos: Tanya, forcdan; korkeakoski; Carmen; Stanford Lone; Montserrat; emperorcosar; TravelPhotography; nuccio; andreaobzerova; Carletto / stock.adobe.com

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