Places to Be: Wochenendtrip nach Mailand

Wochenendtrip nach Mailand

Ein Wochenendtrip nach Mailand begeistert nicht nur Modefanatiker und Fans des berühmten italienischen Flairs. Die Stadt verfügt über eine interessante Geschichte mit vielen sehenswerten Gebäuden, aber auch einnehmenden Plätzen, lebhaften Straßen, Einkaufsmeilen und Kunstgalerien. Diese Adressen sind bei deiner Wochenendtour durch Mailand einen Besuch wert:
 

Santa Maria delle Grazie – Das letzte Abendmahl

Santa Maria delle Grazie - Das letzte Abendmahl

Die berühmte Szene „Das letzte Abendmahl“, gemalt von dem legendären Künstler Leonardo da Vinci, stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist bis heute ein Anziehungspunkt für viele Besucher Mailands. Da Vinci hatte es einst für den Herzog Ludovico Sforza und dessen Frau gemalt. Auf dem Bild ist das letzte abendliche Mahl Jesu mit seinen Jüngern zu sehen, wobei er prophezeite, einer von ihnen werde ihn verraten. Die Szene ist nicht nur für das Christentum, sondern auch für Kunstbegeisterte von großer Bedeutung. Zu sehen ist das Gemälde, das mit den realistischen Gesichtsausdrücken der zwölf Apostel beeindruckt, heute an der hinteren Wand des Speisesaals in der Santa Maria delle Grazie. Daneben sind noch weitere Informationen zum Werk Da Vincis zu sehen. Aber auch die Santa Maria delle Grazie selbst ist durch ihre Architektur sehenswert.
 

Mailänder Dom

Mailänder Dom

Der Mailänder Dom, auf Italienisch „Duomo di Milano“, ist wohl die berühmteste Sehenswürdigkeit in Mailand. Er ist zugleich Sitz des Erzbischofs und steht für die Verkündigung des Christentums. Das Bauwerk wurde im späten 14. Jahrhundert begonnen, über die Jahrhunderte weitergeführt, aber nie endgültig fertig gebaut. Der Dom ist die zweitgrößte Kirche des Landes und gehört zu den größten gotischen Kirchen weltweit. Im Inneren sind vielerlei Kunstwerke und Andenken zu sehen, zum Beispiel die Sarkophage des Erzbischofs Alberto da Intimiano, Ottone Visconti und Giovanni Visconti. Berühmt ist auch die St. Bartholomäus Statue von Marco D’Agrate. Noch immer ist auch die Stelle des Nagels von der Kreuzigung Jesu in der Kuppel markiert, und zwar mit einem roten Glühlämpchen. Übrigens kann auch das Dach des Doms bestiegen werden, von wo aus die Aussicht über Mailand natürlich grandios ist.
 

Galleria Vittorio Emanuele II.

Galleria Vittorio Emanuele II.

Nördlich der Piazza del Duomo und des Doms ist die luxuriös anmutende Galleria Vittorio Emanuele II. zu finden, benannt nach dem ersten König Italiens. Die Einkaufsgalerie ist achteckig mit viel Glas und Stahl gestaltet, großflächig angelegt und hat eine beeindruckende Kuppel aus Glas. Ansonsten erinnert die Galerie, die 1877 erbaut wurde, ein wenig an die modernen Einkaufszentren. Denn auch hier gibt es mehrere Etagen mit Geschäften, allerdings des edleren Geschmacks, daneben Cafés und Restaurants zum Verweilen. Von der Galerie gelangt man auch direkt zum Theater La Scala.
 

Castello Sforzesco

Castello Sforzesco

Das Castello Sforzesco (Burg Sforza) hat eine vielseitige Geschichte erlebt: Mehrmals ist es im Laufe der Zeit umgebaut, teilweise abgerissen und wieder renoviert worden. Es war Eigentum von Herzögen wie auch verschiedenster Herrscher. Seit dem 20. Jahrhundert ist es nun endgültig im Stadtbesitz und eine Stätte für Kulturliebhaber, die Museen sowie eine Bibliothek beherbergt. Die Familie Sforza hatte den heutigen Rest der ehemaligen Burg instandsetzen lassen. Für die Besichtigung der Burg selbst muss kein Eintritt bezahlt werden.
 

Giardini di Villa Reale

Giardini di Villa Reale

Die Giardini di Villa Reale sind ein weitläufiger Park, bestens geeignet zum entspannten Flanieren. Auf dem Gelände mit ganzen 16 Hektar befindet sich auch eine alte Villa des Architekten Leopoldo Pollack und ein See. Die Bepflanzungen sind teils noch im Stil des 17. Jahrhundert geblieben. Der Park ist das ganze Jahr über tagsüber geöffnet und in den Sommermonaten finden dort viele kulturelle Veranstaltungen statt. Es ist ein wunderbarer Ort, um bei einem Städtetrip auch mal Ruhe zu finden und die Natur zu genießen.
 

Tram Turistico

Tram Turistico

Mit der historischen Straßenbahn der Linie 1 lässt sich Mailand sehr entspannt entdecken, denn die Linie führt unkompliziert zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dazu sind die Preise recht günstig. Die Tram Turistico, auch TraMilano genannt, war das erste Transportmittel der italienischen Stadt und ist noch heute sehr beliebt. Die alten Holzbänke sind urig und die Fahrgeräusche noch genauso wie früher. Ihr könnt euch entweder einfach hineinsetzen und euch vom italienischen Flair begeistern lassen oder vorher einen individuellen Sightseeing- oder Shoppingplan erstellen.
 

Cimitero Monumentale

Cimitero Monumentale

Der Cimitero Monumentale ist weit mehr als ein normaler Friedhof. Der Ort ist zugleich ein Museum und mit all seinen Obelisken und Statuen eine architektonische Sehenswürdigkeit. Gleichzeitig erzählt er viele Geschichten von berühmten Personen. Geplant hat den Friedhof im 19. Jahrhundert der Architekt Carlo Maciachini, nachdem er die Ausschreibung dafür gewann. Der Monumentalfriedhof ist 250.000 Meter groß, sodass etwas Zeit mitzubringen ist, um auch die dortigen Galerien zu besichtigen. Unter anderem befindet sich auf dem Cimitero Monumentale das Grab des Nobelpreisträgers Salvatore Quasimodo. Auch an Giuseppe Verdi wird durch eine Tafel gedacht. Auf dem Friedhofsgelände kannst du auch ein Krematorium, das einem griechischen Tempel nachempfunden ist, besichtigen.
 

Via Monte Napoleone

Via Monte Napoleone

In der Via Monte Napoleone und nahegelegenen Straßen befindet sich die exklusive Shoppingwelt Mailands, die große Eleganz ausstrahlt. Finden kannst du dort nicht nur Mode, sondern auch Schmuck in jeder Form. Bekannte Designer wie Hugo Boss, Alexander McQueen und Saint Laurent haben in dieser Gegend ihre Filialen. Wer schon immer einmal bei Tiffany, Cartier oder Bulgari etwas Funkelndes einkaufen (oder bei den Preisen nur sehen und staunen) wollte, ist in diesen Straßen der Mode genau richtig. Luxus-Einkaufszentren sind in der Via Monte Napoleone ebenso zu finden. Hier zeigen unter anderem Gucci, Dolce&Gabbana und Prada ihre Kollektionen. Angezogen werden hier nicht nur luxusliebende Mailänderinnen, sondern auch Modeliebhaber/innen aus aller Welt, die extra zum Shoppen anreisen.
 

Corso Buenos Aires

Corso Buenos Aires

Eine weitere Einkaufsstraße (und zugleich die größte Mailands) ist der „Corso Buenos Aires“ im Zentrum der Stadt. Hier lässt sich auch Mode für den nicht ganz so großen Geldbeutel finden. Immer wieder lassen sich außerdem ganz besondere Schnäppchen im Sommer- und Winterschlussverkauf finden. Sehenswert sind auf dieser Shoppingmeile auch die Innenhöfe, wo sich mitunter kleine Läden verbergen.
 

Navigli-Viertel

Navigli-Viertel

Das vielseitige Navigli-Viertel inmitten der Stadt ist mit der U-Bahn gut zu erreichen. Hier befinden sich jede Menge Hotels sämtlicher Preisklassen, Restaurants, Geschäfte, aber auch Museen. In den späteren Stunden wird das Viertel dann zum Nightlife-Magneten und erstrahlt in den Lichtern der Stadt. Auf dem Wasser lässt sich am Abend außerdem eine romantische Bootstour machen. Die Navigli sind künstlich angelegte Wasserstraßen, die die Gegend rundherum sehr atmosphärisch wirken lassen.
 

Brera-Viertel

Brera-Viertel

Auch das altstädtische Brera-Viertel ist bekannt für sein Nachtleben. Richtig los geht es hier erst etwa ab Mitternacht. Neben kleinen Bars, Künstlerlokalen und Tanzclubs gibt es im Brera-Viertel auch Live-Konzerte. Auf der Straße spielt sich in Mailand das Leben automatisch ab, am Tag wie auch nachts. Die Fußgängerzone macht einen Aufenthalt im Brera-Viertel jederzeit noch angenehmer.

 
Fotos: ilbusca; Andrew_Howe; Simone Simone; TommL; Allan Baxter; DEA / L. VISCONTI / Kontributor; Nick David / Kontributor; AGF / Kontributor; Vincenzo Lombardo / Kontributor; Pier Marco Tacca / Kontributor; Ingolf Pompe / LOOK-foto; Lonely Planet. / Getty Images

 



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