Kreta – ein Roadtrip von Chania bis zum Palmenstrand Vai

Seit der Kinofilm „Mamma Mia!“ mit Meryl Streep in der Hauptrolle vor ein paar Jahren gedreht wurde, schaue ich ihn mindestens zwei mal pro Jahr an und will danach sofort und immer nach Griechenland. Als Kind hatte ich das Glück, mehrere Male mit meinen Eltern auf die wunderschönen, griechischen Inseln zu reisen. Und jetzt, so viele Jahre später, wurde es endlich wieder Zeit, Kreta zu erkunden.

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Balkon in Chania Fotos: Deniz Ispaylar

Ich liebe Roadtrips. Weil ich finde, dass es kaum eine andere Art des Reisens gibt, bei der man das Gefühl von Freiheit intensiver spürt. Außerdem ist man komplett unabhängig, kann aussteigen wann und wo man will oder spontan die Route ändern. Perfekt für jemanden wie mich, der immer so viel wie möglich in der (oftmals kurzen) Reisezeit mitnehmen möchte. Bei Kreta habe ich mich schnell dazu entschlossen, die Hauptstadt Heraklion auszulassen. Ich flog also mit meinem Freund und Fotografen Chania an, die zweitgrößte Stadt der Insel. Wenn man von der heruntergekommenenden Neustadt absieht (wie das meist so in Griechenland ist), entdeckt man in Chania ein wunderschönes Fleckchen. Typisch mediterrane Altstadt trifft auf süße Hafenstadt, das ist Romantik pur, für alle, die es gerne verträumt haben.

Hach-Momente in Chania Fotos: Deniz Ispaylar

Von Chania aus ging es für uns eine Woche an der Küste entlang. Nächste Station war Rethymno, eine weitere kleine Stadt, die Chania in nichts nachsteht. Ein Labyrinth aus kleinen Gässchen und vielen Eisdielen sowie tollen Boutiquen, in denen man Einzelstücke zu erschwinglichen Preisen shoppen kann, anstatt dem nächsten überflüssigen Souvenir nachzurennen, das zu Hause angekommen lediglich als Staubfänger fungiert.





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Rethymno Fotos: Anika Landsteiner

Mit dem Mietwagen an der Küste entlang, bieten sich immer wieder wunderschöne Aussichtsplattformen, von denen aus man die verschiedenen Landzungen sehen kann sowie in kleine Buchten spähen. Mein Tipp für eine nette und preiswerte Unterkunft: In Agia Pelagia, einem Fischerdorf, haben wir zweimal etwas außerhalb übernachtet und hatten einen wunderschönen Blick auf das Dorf, das unter uns in der Bucht lag.

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Agia Pelagia Fotos: Anika Landsteiner

Wer auf der Suche nach etwas Karibikflair ist, dem kann ich den Palmenstrand von Vai empfehlen. Am östlichen Ende der Insel und gute zwei Stunden Fahrtzeit von der Hauptstadt entfernt, liegt ein Strandabschnitt, bei dem man irgendwie merkt, dass man am Ende der Insel angekommen ist: Zwar ist dort viel Tourismus vorzufinden, allerdings findet man nur verschlafene Ort ringsherum und wir hatten Anfang Oktober kleine Schwierigkeiten, eine offene Unterkunft zu finden, die uns gefällt. Griechenland schließt nämlich spätestens Mitte Oktober seine Tore für den Tourismus. Vielleicht sollte das Land genau das mal überdenken, denn das Wetter spielt meist bis Ende des Monats mit und wenn man die vielen halbfertigen Hotels und Häuser neben den Straßen sieht, wird einem die finanzielle Krise des Landes auf dem silbernen Teller präsentiert.

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Vai Fotos: Anika Landsteiner

Übrigens lässt es sich natürlich perfekt schlemmen auf Kreta, denn die griechische Küche ist sehr frisch. Selbst für Vegetarier wie mich gab es immer etwas Leckeres auf der Speisekarte, obwohl ich da anfangs doch skeptisch war. Mein all-time-favorite-Lieblingsessen in einem Urlaub bisher: Trüffelrisotto mit Pilzen und Parmesanscheiben. Wo? Im wunderschönen Alana Restaurant, Rethymno.

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Zwar kein Risotto, trotzdem lecker Fotos: Deniz Ispaylar

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