Nackt auf Mallorca für 750 bitte!

Mallorca: Wie die Spanier Urlauber zur Kasse bitten werden

Die Sommersaison steht kurz bevor und pünktlich hierzu kommt auch schon der neue „Benimmregel-Katalog“ für Touristen, die ihre Ferien in Deutschlands 17. Bundesland verbringen. Auf wiedersehen Nacktheit, Saufgelage und öffentlicher Sex!

Mallorca ist für vieles bekannt, aber sicherlich nicht für Touristen, die zu sehr bekleidet sind. Im Gegenteil. Auf Malle fallen gerne auch tagsüber am Strand und auf den Straßen die Hüllen und wir müssen manchmal mehr mitansehen, als wir eigentlich möchten. Diesem „Problem“ versuchen die Spanier jetzt ein Ende zu setzen und stellen prompt den neuen Benimmregeln-Katalog vor, die bereits ende Mai in Kraft treten sollen. Bereits letztes Jahr wurden viele, für typische Ballermann-Touristen, lästigen Gesetze erlassen. So sind Saufgelage auf offener Straße, Partygruppen die die Nachtruhe stören, Lärmbelästigung durch Musikanlagen, Urinieren im Freien, auf die Straße spucken, von Balkon zu Balkon springen (Balconing) und vieles mehr verboten. Verstöße gegen diese Regeln kosteten letztes Jahr bereits zwischen 50 und 600 Euro. Doch 2015 soll es noch teurer werden.
Nach der Partyhochburg Magaluf plündert nun auch Calvià die Urlaubskassen bei Fehlverhalten. Nacktes oder halbnacktes herumspazieren auf offener Straße wird von den Ordnungshütern geahndet. Zwar scheinen diese die Touristen vorher darauf aufmerksam zu machen, kassieren aber bei Nichtfolgeleistung bis zu 750 € ab. Die einzige gute Nachricht bei diesem Problem ist, dass dieses Gesetz nicht für Straßen gilt, die direkt am Strand verlaufen. Den gleichen Betrag ziehen die spanischen Ordnungshüter ebenfalls ein, wenn in Grünanlagen gespuckt, uriniert oder Abfälle (Zigarettenkippen, Kaugummi…) blindlinks auf dem Boden fallen gelassen werden.
Ebenfalls unerfreulich für Partygäste in Magaluf ist der Plan, zwischen 22 und 8 Uhr kein Alkohol auf offener Straße mehr trinken zu dürfen. Besonders Magaluf ist letztes Jahr durch Sex- und Saufexzesse unabsichtlich ins Rampenlicht gerückt worden.
Zwar sind dies erst die ersten Details der neuen Verordnung, doch schon jetzt könnten diese Urlaubern gewaltig die Laune verderben.

Die Tatsache, dass die neuen Bestimmungen in den nächsten Tagen erst noch endgültig verabschiedet werden müssen, tröstet kaum, denn wie in den Jahren zuvor versucht die Spanische Insel ihren Ruf zu verbessern und andere, Nichtpartygäste, anzulocken. Und wie könnte man dieses Vorhaben besser durchsetzen als mit horrenden Geldbußen.

Foto: ©Daniel Heilig
Quelle: www.mallorcazeitung.es

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