Toskana Rundreise zu den schönsten Orten und Sehenswürdigkeiten

Benvenuto in der malerischen Toskana!

Die sanfte Hügellandschaft mit stilvollen Landgütern umgeben von Zypressen sind für viele Reisende der Inbegriff für einen Traumurlaub. Künstler, Architekten und Maler wurden von der eindrucksvollen, stillen Schönheit der Landschaft inspiriert und schufen weltberühmte Meisterwerke.

Die beste Reisezeit, um das Flair der Toskana in vollen Zügen zu genießen und auf ausgiebige Erkundungstouren zu gehen, sind das Frühjahr und der Herbst. Der Hochsommer kann mit unangenehm schwülen, heißen Tagen daherkommen. Dann versprechen aber die Badeorte an den Küsten der Versilia, der Etruskischen Küste und an der Südküste, der Maremma, Abkühlung und ausgelassenen Badespaß.

Lebensgenuss, historisches Ambiente, weltberühmte Kunst und Kultur und edle Weine – das bedeutet das Sehnsuchtsziel in der Mitte von Italien.

Lass dich verzaubern und erlebe, was „Dolce Vita“ heißt!

Toskana: Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick

  • Land: Italien
  • Hauptstadt: Florenz
  • Einwohner: ca. 3,7 Millionen
  • Größe: 22.990,18 km²
  • Sprache: italienisch
  • Währung: Euro
  • Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (UTC +1)
  • Durchschnittstemperatur im Sommer: 20,5 °C
  • Durchschnittstemperatur im Winter: 8,5 °C

Die reizvollen, mittelalterlichen Städte der Toskana

Florenz, die Hauptstadt der Toskana

Florenz

Die Stadt liegt im Nordosten der Region am Rande des Chianti-Gebietes. Die Geschichte von Florenz reicht weit in die Antike zurück. Unter Cäsar wurde Florenz im Jahr 59 v. Chr. gegründet. Ihre Macht und Blütezeit begann jedoch erst später unter den Medici im 15. und 16. Jahrhundert.

Heute ist Florenz ein einzigartiges Kunstwerk in sich. Architektur und Kunstwerke und so klingende Namen wie Leonardo da Vinci, Botticelli und Michelangelo ließen Florenz zur „Wiege der Renaissance“ und zu einer der bedeutendsten Kulturstädte der Welt werden.

Die Sehenswürdigkeiten sind schier atemberaubend und bei der unglaublichen Vielzahl fällt die Entscheidung nicht leicht, wo du anfangen solltest. Am besten, du siehst dir die Stadt erst einmal von oben an, um einen Überblick zu bekommen. Vom Piazzale Michelangelo hast du einen fantastischen Blick zum Dom, dem Palazzo Vecchio, zur Ponte Vecchio und dem glitzernden Wassern des Arno-Flusses. Wenn in der Abenddämmerung die umliegenden Hügel in einem rötlichen Licht verschwimmen, wird es auf dem Piazzale Michelangelo besonders magisch und der Blick auf die Stadt und ihre glänzenden Kuppeln unvergesslich.

Ähnlich spektakulär ist der Ausblick von dem kleinen Städtchen Fiesole aus. Am höchsten Punkt auf den Hügeln rund um Florenz liegt der Aussichtspunt „San Francesco Panorama“ auf einer Plattform. Wenn du über die wunderschöne Panoramastrecke hinauffährst, eröffnet sich am Ziel ein gigantischer Ausblick über die untenliegende Stadt und auf die sie umgebenden Berge.

Unser Tipp: Ein Besuch bei Sonnenuntergang, wenn die Natur und die Stadt miteinander verschmelzen.

Ponte Vecchio Florenz, Toskana
Ponte Vecchio

Florenz ist die geballte Ladung an Palästen, Kunstgeschichte und überwältigender Architektur.

Ponte Vecchio

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Ponte Vecchio. Sie ist die älteste Brücke, die über den Arno führt und zugleich eine der weltweit ältesten Segmentbogenbrücke. Von den drei Arkadenbögen im Mittelteil der Brücke hast du einen freien Blick auf den Fluss. Rechts und links von den Arkaden haben sich edle Juweliergeschäfte etabliert. Bereits seit dem 16. Jahrhundert stellen Gold-und Silberschmiede wertvolle Schmuckstücke und Diamantschmuck, verkaufen sie und bieten dir ein luxuriöses Shoppingerlebnis.

Über den Boutiquen verläuft der Vasarikorridor. Der 800 Meter lange einstige Geheimgang über den Arno verbindet die ehemaligen Regierungsgebäude, den Palazzo Vecchio und den riesigen Palazzo Pitti miteinander.

Palazzo Pitti

Der riesige Palazzo Pitti war eine der Residenzen der Familie Medici. Auch wenn der Palazzo Pitti von außen ziemlich schlicht aussieht, so trügt der Schein. Im Inneren befinden sich prachtvolle Galerien und Museen.

Beispielsweise beherbergt die Galleria Palatina die Sammlung an Kunstschätzen der Medici. Weiter gibt es eine Galerie der modernen Kunst und eine sehenswerte Kostümgalerie mit Kleidung, Schmuckstücken und Accessoires aus dem 18. Jahrhundert.

Palazzo Vecchio

Im Palazzo Vecchio, früher Regierungssitz der Medici, ist heute das Rathaus von Florenz eingerichtet. Kaum eine Postkarte von Florenz, auf der nicht der 100 Meter hohe Arnolfo-Turm und der riesige Palast zu sehen sind. Die berühmte Sehenswürdigkeit ist auch für Kinder ein interessantes Ziel, denn es beherbergt ein Museum für Kinder.
Als imposante Kulisse für so bedeutende Streifen, zum Beispiel „Inferno“ oder „Hannibal“ mit berühmten Hollywood-Stars ist der Palast in die Filmgeschichte eingegangen.

Der „Saal der Fünfhundert“ mit seiner immensen Größe diente früher als Versammlungsort und Festraum. Der „Sala dei Cinquecento“ wurde im venezianischen Stil erbaut. Ausgeschmückt ist er mit detailreichen Verzierungen, mit zahlreichen Kunstwerken, Rundbögen, Säulen und Skulpturen und einem unvollendeten Gemälde von Leonardo da Vinci.

Kirche Santa Croce

An der gleichnamigen Piazza befindet sich die gotische Kirche Santa Croce inmitten von mittelalterlichen Häusern der Altstadt von Florenz. In ihrem Inneren findest du die Grabstätten des Philosophen Niccolò Machiavelli, dem Künstler Michelangelo, dem Gelehrten Galileo Galilei und dem berühmten Komponisten Gioachino Rossini. Ein Kuriosum gibt es hier auch mit einem leeren Grab, einem sogenannten Kenotaph. Es ist für Dante Alighieri, einem der berühmtesten Dichter des Mittelalters, vorbehalten.

Wie bei allen Franziskanerkirchen sind die Räume sehr schlicht gehalten. Dennoch befinden sich im Kirchenraum bedeutende Fresken der italienischen Maler Taddeo Gaddi und Giotto und ein Kruzifix des Bildhauers Donatello aus dem Jahr 1425.

Zusätzlich zur Kirche kannst du auch Kapellen, das Kirchenmuseum und vom angeschlossenen Kloster den schön angelegten Innenhof besichtigen.

Dom von Florenz

Alles überragend und bereits von Weitem zu sehen ist die viertgrößte Kirche der Welt, die „Cattedrale Metropolitana di Santa Maria del Fiore“, der Dom von Florenz. Begonnen wurde der Bau am Ende des 13. Jahrhunderts und hat dann 140 Jahre bis zur Fertigstellung gebraucht. Charakteristisch ist seine imposante Kuppel. Der Durchmesser ist mit 42 x 45 Metern gewaltig und damit ist die „Cupola del Brunelleschi“ zugleich die größte der Welt.

Das Fresko in der Dom-Kuppel, Florenz, Toskana
Das Fresko in der Dom-Kuppel

Ein weiteres Highlight ist der „Campanile di Giotto“, der Glockenturm.

Rosengarten

Ein Ruhemoment ist der wunderschöne Rosengarten. Unterhalb des Piazzale Michelangelo kannst du auf deinem Weg zurück von dem Aussichtspunkt eine Rast einlegen und noch einmal den märchenhaften Blick auf Stadt und Hügel in dich aufnehmen. Der Garten ist voller Rosenbüsche, nicht sehr groß, aber äußerst gepflegt. Vereinzelt aufgestellte Skulpturen sind hier zu bewundern. Sie gehören zu einer regelmäßigen Ausstellung des Architekten und Künstlers Jean Michel Folon.

Museen in Florenz

Neben den großartigen Gebäuden hat Florenz noch wahnsinnig interessante und aufregende Museen zu bieten. Allen voran die Uffizien (www.uffizi.it) mit bedeutenden Sammlungen aus der Antike. Oder die Galleria dell’Accademia (www.galleriaaccademiafirenze.it), die Michelangelos berühmte David-Skulptur, die Gefangenen-Skulpturen sowie die Pietà beherbergt. Und wenn dir der Sinn nach Abwechslung von so viel Kunst und Renaissance steht, tauche ein in die Mercato Centrale Florenz und stöbere zwischen Oliven, Käse, diverse Pastasorten und frischem Obst und Gemüse.

Pisa, wo Geschichte und Moderne aufeinandertreffen

schiefer Turm von Pisa
schiefer Turm von Pisa

Pisa ist mehr als der „schiefe Turm“. Der Piazza dei Miracoli ist der magische Platz, auf dem sich der Dom und der berühmte schiefe Turm, die Sehenswürdigkeit schlechthin von Pisa, befindet. Es ist sicher ein cooles Gefühl, einmal davorzustehen und wie Tausende anderer Menschen ein Foto zu schießen. Weißt du, warum der Turm so schief dasteht? Weil der Dom keine Spitze hatte, wollte man die Domspitze auf die Piazza daneben stellen. Doch noch während der Bauphase senkte sich das Erdreich ab und so stand der Turm schief neben dem Dom.

Von vielen Besuchern wird leider abseits des Piazza dei Miracoli ein echter Geheimtipp übersehen: der Composanto aus dem 13. Jahrhundert. Er ist eine Friedhofsanlage und soll nach Erzählungen Erde aus dem Heiligen Land enthalten. Erzbischof Ubaldo de’ Lanfranchi hat sie angeblich einer Kreuzfahrerfahrt 1203 mitgebracht. Neben dem Dom Santa Maria Assunta steht ein weiteres Highlight, das sogenannte Baptisterium. Die Taufkirche hat einen Umfang von 107 Metern und eine Höhe von 54 Metern. Das komplette Ensemble aus dem schiefen Turm, dem Dom und dem Camposanto Monumentale, gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Pisa hat aber auch ein anderes Gesicht. Es ist eine quirlige Studentenstadt mit zwei Hochschulen. Unternehme einen Bummel durch die Gassen und über die Plätze Pisas mit zahlreichen Cafés und Restaurants. Einer der beliebtesten Treffpunkte ist das „Bazeel“ im Zentrum von Pisa oder nimm einen Sundowner im „Sunset Café“ am Strand der Marina di Pisa.

An jedem Mittwoch und Samstag wird der Wochenmarkt an der Via Brennero aufgebaut. In dem mittelalterlichen Viertel findest du an jedem zweiten Wochenende echte Fundgruben auf den Antiquitätenmärkten.

Wunderschöne kleine Stadt Lucca

Guinigi Tower in Lucca, Toskana
Guinigi Tower in Lucca

Ohne Übertreibung kannst du Lucca als einen Geheimtipp in der Toskana ansehen. Wegen seiner Textilindustrie zählte die Stadt einmal zu den bedeutendsten Städten Italiens. Charakteristisch sind die Stadtmauer mit ihren sechs Toren, die Kathedrale San Martino, Kirche San Michele in Foro und die Basilika San Frediano. Mit den verschwiegenen Gassen wirkt Lucca nach auf eine charmante Art typisch italienisch. Du kannst alles bequem zu Fuß erobern. Es lohnt sich auch, den Guinigiturm in der Via Sant’Andrea zu erklimmen. Neben dem tollen Blick über die Stadt findest du oben auf dem Turm einen Hängegarten, auf dem sieben Eichen angepflanzt sind.
Der ovale Platz der Piazza dell’ Anfiteatro war früher ein römisches Amphitheater. 1830 wurde er rekonstruiert und ist seitdem identisch mit dem Innenraum des römischen Amphitheaters.

In Lucca steht das Geburtshaus Puccinis. Es wurde vom italienischen Staat mit dem „Europäischen Kulturerbe-Siegel“ ausgezeichnet, ebenso wie die Geburtshäuser von Rossini und Verdi. Auf der Piazza Cittadella wird Giacomo Puccini mit einer Bronzestatue geehrt und sein Geburtshaus ist ein Museum für Musikfreunde mit Dokumenten, Notenblättern und dem Klavier von „Steinway & Sons“.

San Gimignano, die Stadt der Wolkenkratzer

San Gimignano
Mittelalterliches Manhattan in San Gimignano

Im Mittelalter wetteiferten die reichen Patrizierfamilien miteinander, wer die höchsten Türme besitzt. Im Herzen der Toskana prägen 13 „Geschlechtertürme“ die Altstadt von San Gimignano und haben dem Ort den Beinamen „Mittelalterliches Manhattan“ eingebracht. Ursprünglich waren es einmal 72 dieser Zeugen für Macht und Reichtum.
In San Gimignano ist die Zeit förmlich stehengeblieben. Die pittoreske Altstadt wird noch von dem typischen toskanischen Flair durchweht. Wenn du durch die engen Gassen mit den fürstlichen Palästen schlenderst, kannst du dich dem Zauber nicht entziehen.

Unser Tipp: Für den perfekten Rundumblick über Stadt und Landschaft wage den Aufstieg auf den Glockenturm des Doms an der Via San Matteo. Er ist der höchste Turm der Stadt. Die 250 Treppenstufen fordern einige Kondition, aber der Blick, der sich dann bietet, ist jede Anstrengung wert.

Noch mehr Adel und Medici erwartet dich ganz in der Nähe in Volterra. Der Wohnsitz der Medici thront imposant über der Stadt. Die jahrhundertealte Festung besteht aus zwei Burgen, die durch wuchtige Festungsmauern miteinander verbunden sind.

Volterra ist die älteste Stadt Italiens im Etruskischen Städtebund mit einer 3000- jährigen Geschichte. In etruskischer Tradition wurde hauptsächlich Alabaster an den Gebäuden verarbeitet. Alabaster ist auch heute noch ein wertvolles Material, aus dem zeitgemäße Kunstwerke in Werkstätten und Manufakturen hergestellt werden.

Siena, das Kleinod der Toskana

Cattedrale Metropolitana di Santa Maria Assunta in Siena
Cattedrale Metropolitana di Santa Maria Assunta in Siena

Im Herzen der Toskana spürst du in Siena in jedem Winkel das wunderbare Flair und die Leichtigkeit, die das Leben in der Toskana ausmacht. Während Florenz ganz im Zeichen der Renaissance steht, ist Siena von der italienischen Gotik geprägt. Wenn du tief in die Seele der Stadt eindringst, spürst du heute noch die donnernden Pferdehufe, die seit dem Mittelalter alljährlich beim Pferderennen durch die Gassen des Stadtteils Palio jagen.

Erlebe dann aber auch die Schönheit der sakralen Bauwerke, der Paläste, der Burgen und Villen, die das Stadtbild prägen. Wahrzeichen ist der gotische Dom, die „Cattedrale Metropolitana di Santa Maria Assunta“ an der Piazza del Duomo. Die Marmorfassade und weißen und dunkelgrünen Streifen am unteren Teil und am Glockenturm sind das markante Erkennungszeichen für den Dom von Siena.

Bezaubernde Landschaft Toskana

Den Liebreiz der Toskana erlebst du aber nicht nur in seinen historischen Städten und deren Kultur. Die berühmte sanfte, hügelige Landschaft, die satten Olivenhaine und die Wald- und Weinregion haben es in sich.

Auf ein Glas Wein nach Chianti

Chianti Weinberge in der Toskana
Weinberge in Chianti

Die Weinregion Chianti liegt zwischen Florenz und Siena und reicht über das Gebiet zwischen dem Val d’Ombrone im Norden und dem Val d’Arno im Süden. Im Osten bildet die Monti des Chianti die Grenze und im Westen das Val d’Elsa.

Chianti hat eine magische Anziehungskraft auf Dichter, Musiker und Maler ausgeübt. Leicht abfallende Weinberge, Olivenhainen und Zypressen bilden den Rahmen für mittelalterliche, wehrhafte Dörfer und Burgen. Die vielen anheimelnden Weingüter, Rebstöcke, Olivenhaine, Zypressen, die Villen, versteckt liegende Landhäuser und Bauernhöfe sind Sinnbilder für diese Region. Du erlebst eine Toskana wie aus dem Bilderbuch.

Du kannst diese Landschaft über gut ausgebaute Landstraßen per Auto, zu Fuß auf Wanderungen, per Fahrrad oder auch mit Pferd und Wagen erkunden. Die Landschaft ist prädestiniert für längere Radtouren entlang der Weinberge und für Wanderungen für Familien mit Kindern auf ausgebauten Wanderwegen. Die „Strada dei Castelli del Chianti“ führt an zahlreichen Burgen und Schlössern vorbei und bietet sich deshalb perfekt für einen Trip mit dem Auto, Vespa oder Rad an, um ein Ausblick auf die schöne Landschaft mit Sightseeing zu verbinden.

Lege eine Rast in den Weinstädten Greve und Radda ein. Oder besuche die Altstadt von Castellina mit einer sehenswerten mittelalterlichen Kirche im Ortszentrum.
„Der Wein ist die Poesie der Erde“ – das wirst du spätestens dann bestätigen, wenn du mit einem Glas Chianti den Sonnenuntergang über den Hügeln der Toskana erlebt hast.

Die Region Arezzo

Cortona Rolltreppe
Outdoor Rolltreppe in Cortona

Einer der schönsten Orte liegt auf einem weit gezogenen Hügel im östlichen Teil der Toskana. Cortona mit seinen malerischen Gassen und atemberaubender Fernsicht auf die weite Ebene des Chianatales ist ein absolutes Highlight bei deinem Besuch in der Toskana. Das besondere Flair des Ortes und die einmalig schöne Hanglage solltest du nicht versäumen. Wenn du mit dem Auto nach Cortona fährst, musst du vor den Stadttoren parken. Der weitere Aufstieg ist zwar beschwerlich, doch gibt es hier eine Besonderheit: Du fährst mit einer Rolltreppe vom Parkplatz hinauf bis zur Stadt. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Trasimenische See. Bei guter Sicht kannst du den See in der Ferne entdecken.

Unser Tipp: Unternehme einen Tagesausflug von Cortona, um dieses Idyll zu besuchen. Bis zu 600 Meter hohe Berge umgeben den See und bieten ein eindrucksvolles Panorama. Rund herum liegt der Nationalpark „Lago Trasimeno“. Willst du nicht im See baden, dann unternimm eine Wanderung über zahlreiche wilde Wanderwege.

Naturschutzgebiet Maremma

Naturschutzgebiet Maremma in der Toskana
Nationalpark in Maremma

Im Süden der Toskana liegt die Maremma, die bei Insidern als das Traumreiseziel gilt. Natur, Kultur und Lebensart sind hier eine besondere Harmonie eingegangen. Das ehemalige Sumpfgebiet wurde von den Etruskern trockengelegt und fruchtbar gemacht. Geschmeidig und weich präsentieren sich die immergrünen Hügel wie nirgendwo sonst in der Toskana.

Wanderst du gerne, liebst es Vögel zu beobachten und wilde Natur zu erleben, dann bist du im Nationalpark „Parco Naturale della Maremma“ genau richtig.
Von den Hügelspitzen grüßen kleine mittelalterliche Orte wie Massa Marittima, Vetulonia oder Scarlino. Die Maremma grenzt an die Küste des Tyrrhenischen Meeres. Dort findest du romantische felsumrahmte Badebuchten, kilometerlange feinsandige Strände und pinienumsäumte Dünenlandschaften. Das Städtchen Castiglione della Pescaia ist einer der schönsten Küstenorte.

Nahe der Badeorte Marina di Grosseto und Principina Mare liegt der kleine, intime Ort Marina di Albarese. Eine Fundgrube für Naturliebhaber ist hier der einzigartige Naturpark „Parco dell´Uccellina“. Seltene Vogelarten, Wildschweine, Rinderherden und Wildpferde finden leben dort ungestörte inmitten einer intakten Natur mit reicher Blumen- und Pflanzenwelt.

Eine zauberhafte Panoramastraße führt weiter nach Süden über die gebirgige, malerische Halbinsel Monte Argentario. Mach dich auf gewaltige Riffe, Meeresgrotten und versteckte, wild-romantische Buchten gefasst. Wenn du Leben und geschäftiges Treiben bevorzugst, ist der Besuch der beiden charakteristischen Fischerstädtchen Porto Ercole und Porto S. Stefano ein „Muss“.

Unser Tipp: Erlebe im Sommer den nächtlichen Fischmarkt in Porto S. Stefano.

Die Hügel und Küsten der Region Versilia

Marmor-Steinbruch in Carrara
Marmor-Steinbruch in Carrara

Die Versilia ist die Region, die im Nordwesten der Toskana zwischen den Apuanischen Alpen und dem Tyrrhenischen Meer liegt. Ähnlich wie die Maremma war auch die Versilia lange Zeit unbewohnbar und sumpfig.

In den Hügeln ragt der 2000 Meter hohen Alpi Apuani stolz hervor. Atemberaubend ist das Panorama, das sich vom Strand her zu den Apuanischen Alpen bietet. Vergessene Bergdörfer schlummern an den Berghängen vor sich hin. Dagegen geht es in den Steinbrüchen lebhafter zu, in denen der berühmte Carrara-Marmor abgebaut wird. Am Fuße der Apuanischen Alpen liegt das Städtchen Pietrasanta (der heilige Stein). Bildhauer und weltbekannte Künstler sind hier zu Hause und schaffen aus dem weißen Carrara Marmor ihre Werke. In Ausstellungsräumen kannst du die Kunstwerke besichtigen und kaufen. Auch die kleinen Marmorhandwerksbetriebe kannst du jederzeit besuchen.

Unser Tipp: An jedem 1. Wochenende im Monat findet ein großer Antiquitätenmarkt im historischen Zentrum statt.

An der traumhaften Versilia-Küste reihen sich Badeorte mit gepflegten Strandabschnitten, mit bunten Sonnenschirmen, inklusive Duschen und Umkleidekabinen, Strandbars und Restaurants aneinander.

Im Norden ist Forte dei Marmi der Schickste und Teuerste an der Versilia, mit breiten Sandstränden und luxuriösen Villen, Luxushotels und edlen Restaurants. Die Nachbarorte Lido di Camaiore und Marina di Pietrasanta sind ebenfalls kleine Juwelen an der italienischen Riviera. Lange Strandboulevards und seicht abfallendes Wasser, zahllose Wassersportaktivitäten und Freizeitparks für Kinder sorgen für attraktive Ferien-Erlebnisse.

Ein Bummel über die Strandpromenade von Viareggio, der Hauptstadt der Versilia versetzt dich zurück in die Zeit der „Belle Epoque“. Wo einst schon Giacomo Puccini Gast war und seinen Cappuccino genoss, befindest du dich mitten im sprudelnden italienischen „Via vai“. Alljährlich lockt das Puccini-Festival Opernfreunde aus aller Welt nach Viarreggo.

Im Hafen La Darsena kannst du die imposanten Segeljachten und Motorbooten der italienischen „High Society“ bewundern. Am Abend lässt die Auswahl an italienischen Bars, Piano Bars und angesagten Diskotheken kaum einen Wunsch offen. Die Küste der Versilia gilt als Insider-Region des italienischen Nachtlebens.

Badespaß an der etruskischen Küste der Toskana

Follonica Strand
Der Strand in Follonica (Maremma), einer der beliebtesten Badeorte

Einhundert Kilometer Küstenstreifen von Livorno bis Piombino bedeuten Wassersport und Badefreuden ohne Ende. Die attraktive Region war einmal das Gebiet der Etrusker, die dadurch auch Namensgeber für diese Gegend sind.

Den Anfang im Norden zwischen Livorno und Castiglioncello bestimmen felsige Strände und kleine Buchten das Bild.

Die Altstadt der Hafenstadt Livorno wird von unzähligen Kanälen durchzogen. Daher wirst du auch auf den Beinamen „Venezia Nuovo“ stoßen. Livorno ist eine der größten Hafenstädte Italiens. Kreuzfahrtschiffe sind hier öfter zu Gast und Fähren bringen Besucher nach Korsika, Elba, Sardinien oder nach Nordafrika.

Wahrzeichen von Livorno ist das „Monumento ai quattro Mori“, das Denkmal der vier Mauren am Hafeneingang. Es zeigt den Gründer von Livorno, Großherzog Ferdinand I. als Statue aus Carrara Marmor. Weitere Sehenswürdigkeiten gibt es auf Schritt und Tritt, unter anderem den achteckigen Turm „Torre del Marzocco“, die Festung „Fortezza Vecchia“ am alten Medici-Hafen und natürlich die „Terrazza Mascagni“, eine wunderschöne Terrasse direkt am Meer, die zum Spazierengehen einlädt.

Toskana Livorno Festung
Festung „Fortezza Vecchia“ in Livorno

Südlich von Livorno kommst du zu den Sandbuchten von Marina di Cecina und Marina di Bibbona.

Danach wird die Küste bis zu dem mondänen Piombino sehr felsig. Buchten kannst du hier zum Teil nur mit dem Boot über das Meer erreichen.

Das Hinterland ist wieder, wie du dir die Toskana vorstellst, grün, mit Pinienhainen, dichten kleinen Wäldern und verträumten Dörfern. Immer wieder stößt du dort auch auf etruskische Nekropole. Archäologen sind dabei, stets neue Ausgrabungsstätten freizulegen. Dabei kommen Reste von Mauern und Teile der Siedlung zum Vorschein. Darunter liegen Zisternen, gepflasterte Straßen und Kanäle.

Oberhalb vom Bura Tal befindet sich mit der Vetluna eine alte etruskische Siedlung. Heute trägt sie den Namen Vetulonia. Etwas oberhalb der Stadt findet man Zeugen aus etruskischer Zeit. Die „Nekropolen“ sind drei typische etruskische Kuppelgräber mit Erdhügeln. Dabei verfügt das größte Grab über zwei übereinanderliegende Grabkammern.

Piombino Altstadt
In der Altstadt von Piombino

Von der malerischen Hafenstadt Piombino gelangst du mit der Fähre zu der grünen Insel Elba im Toskanischen Archipel. Sagenhafte Bauwerke aus der Etruskerzeit versprühen den Charme vergangener Jahrhunderte. Typisch für die Städte der Toskana ist der große Uhrenturm. Im Mittelpunkt der Altstadt befinden sich die imposante Kirche Sant’Antimo und das Rathaus, der Palazzo Comunale. In den verwinkelten Gassen und auf den lebendigen Flaniermeilen Corso Italia und der eleganten Via Lombroso findest du hübsche Boutiquen und Einkaufsmöglichkeiten für ausgefallene Souvenirs.

Zum imposanten Festungsturm, dem Torrione, gelangst du durch kleine Gassen zur offenen Piazza Giovanni Bovio. Vom Turm hoch über Meer und Hafen bietet sich eine herrliche Aussicht.

Insel Elba im Toskanischen Archipel

Portoferraio Elba
Portoferraio auf der Insel Elba

Elba gilt als die Insel der unendlichen Horizonte. Hier gibt die Natur den Ton an, mit goldenen Stränden und inmitten mediterraner Vegetation erheben sich markante Granitfelsen.
Auf der Insel gibt es die ältesten Eisenablagerungen der Welt. Das hatten sich bereits die Etrusker im Jahr 1 v. Chr. zu Nutze gemacht. Die alten Eisenerzminen haben Mondlandschaften hinterlassen. Heute bewahren der Mineralienpark Insel Elba und der Mineralienpark Calamita mit Museen, Führungen und didaktischen Laborstunden die historische und kulturelle Erinnerung an die Zeit vor über dreißig Jahren als es auf Elba noch Eisen und Feuer gab.

Die Strände und Klippen sind von der Sonne reichlich verwöhnt. Große Bereiche der Insel sind Naturschutzgebiet und gehören zum „Parco Nazionale dell‘ Arcipelago Toscano“.

Wenn du gerne deinen Urlaub aktiv gestalten möchtest, bietet dir die vielseitige Landschaft jede Menge Möglichkeiten. Egal ob Mountainbike, Trekking- oder Wandertouren, hier kannst du dich so richtig auspowern. Entspannter sind ausgiebige Spaziergänge im Osten der Insel. Die typischen Pinienwälder, Olivenhaine sowie blühende Macchia-Gebiete und sanft verlaufende Hügel beweisen dir, dass Elba ein Teil der Toskana ist.

Der höchste Punkt, der Monte Capanne mit 1019 Metern, liegt im Westen der Insel. Portoferraio ist die attraktive Inselhauptstadt. Die ockergelben Häuser, die sich rund um den Hafen an einem Hang hochziehen, springen als Erstes ins Auge. Überall auf der Insel begegnest du dem französischen Kaiser Napoleon. Zehn Monate lang lebte er hier im Exil. Seine Residenz in Portoferraio kannst du heute noch besichtigen.

Aktivurlaub in der Toskana

Aktivurlaub in der Toskana
Auf dem Bike durch die Toskana

Immer beliebter wird Golf in der Toskana. Wen wundert es, dass es inmitten dieser zauberhaften Landschaft auch gepflegte, einladende Golfplätze gibt. Beispielsweise liegt der Golf Club Punta Ala in Punta Ala mitten in der Natur.

Radfahren und Wandern durch die paradiesische Natur, durch die Weinberge und durch die Gebirgslandschaft von Garfagnana. Dichte Wälder mit Edelkastanien, Eichen und Pinien geben dir Schatten, wenn die Sonne es einmal zu gut meint. Überhängende Felsen und Hochebenen animieren sportliche Wanderer zu kleinen Klettertouren. Und immer wieder eine großartige Aussicht als Belohnung für alle Mühen und Anstrengungen.

Die gesamte Region bietet sich an für einen längeren Spaziergang, für Nordic-Walking oder eine ausgiebige Wandertour. Du hast die Wahl zwischen der klassischen Chianti-Region, oder am Apenninengebirge oder im Naturreservat der Maremma.

Es wird dich wahrscheinlich überraschen. Wusstest du, dass es außer Sonne, Sand und Meer auch ein großflächiges Wintersportgebiet mit zahlreichen Liften und Loipen auf dich wartet?
An der nördlichen Grenze der Toskana liegt die größte Wintersportregion der Toskana. Mittelpunkt ist das Ski-Dorf Abetone. Dreißig Pisten mit einer Gesamtlänge von fünfzig Kilometern werden den unterschiedlichen Bedürfnissen für Profis, Anfänger und Einsteiger im Wintersport gerecht.

Toskana für den Gaumen

Castagnaccio
Castagnaccio – Toskanischer Kastanienmehlkuchen

Dass die Toskana so einladend ist, liegt unter anderem auch an den einzigartigen Erzeugnissen. Beliebt und weltweit bekannt sind die Weine, Trüffel und das Olivenöl. Der weiße Trüffel, der in der Toskana wächst, gehört zu den begehrtesten, aber auch zu den teuersten Zutaten in der Küche. Er verleiht den Gerichten den unverwechselbaren, starken Geschmack und eine spezielle Exklusivität.

Das hochqualitative Olivenöl ist zudem ein begehrtes Mitbringsel aus der Toskana. Aber dann sind da natürlich noch die weltberühmten Weine. Hauptsächlich der würzige, vollmundige Rotwein.

Kennst du schon „Castagnaccio toscano“, den Maronenkuchen oder den würzigen Käse „Pecorino“? Dann komm‘ in die Toskana und erlebe die Wunderwelt mit allen Sinnen!

 

Alle Toskana Sehenswürdigkeiten haben wir hier auf einer Karte zusammengestellt:

Was man in der Toskana unbedingt gesehen haben muss

Du kannst dich vor lauter tollen Orten gar nicht entscheiden, was du dir ansehen möchtest? Dann kommt hier unsere Top 10 Toskana Sehenswürdigkeiten, die du auf jeden Fall gesehen haben musst:

  1. Der Dom von Florenz
  2. Die Ponte Vecchio in Florenz
  3. Der schiefe Turm von Pisa
  4. Die Geschlechtertürme von San Gimignano
  5. Die Kathedrale von Siena
  6. Der Guinigiturm in Lucca
  7. Die Inselhauptstadt Portoferraio auf der Insel Elba
  8. Die Halbinsel Monte Argentario
  9. Die Cascate del Mulino Thermalfreibäder in Saturnia
  10. Das Bergdorf Cortona

Und hier eine Auswahl der bekanntesten Toskana Städte in der Übersicht:

Abbadia San Salvatore
Anghiari
Arezzo
Barberino Tavarnelle
Borgo San Lorenzo
Bibbiena
Calci
Capalbio
Carrara
Castiglione della Pescaia
Castiglion Fibocchi
Castiglion Fiorentino
Cecina
Certaldo
Civitella in Val di Chiana
Cortona
Empoli
Fiesole
Figline Valdarno
Florenz
Follonica
Fucecchio
Gaiole in Chianti
Greve in Chianti
Grosseto
Livorno
Lucca
Massa Marittima
Massa
Montalcino
Monte Argentario
Montecatini Alto
Montecatini Terme
Monteriggioni
Montepulciano
Orbetello
Pienza
Poppi
Piombino
Pisa
Pistoia
Pitigliano
Portoferraio
Prato
San Gimignano
San Quirico d’Orcia
San Miniato
San Vincenzo
Seggiano
Settignano
Siena
Viareggio
Vinci
Volterra

 

 
Autor: Alexander Häusler
Fotos: adisa, eyetronic, Martin M303, Lowell, JFL Photography, stevanzz, poludziber, Roberto, Pasquale D’Anna, lightpoet, e55evu, cityfoto24, napa74, waechter-media.de, Sina Ettmer, javarman / stock.adobe.com

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