Künstlerisches Puerto Rico – Klassiker, Street Art und Google Arts & Culture

Östlich der Dominikanischen Republik und westlich der Jungferninseln liegt sie, die kleine Insel Puerto Rico. Der Inselstaat in der Karibik besticht nicht nur durch seine Berge, Wasserfälle und dem El Yunque, einem tropischen Regenwald, sondern natürlich auch durch seine traumhaften Strände. Jährlich reisen Millionen Touristen auf die Insel und bemerken dann erst, wie viel Kunst Puerto Rico neben all der Natur zu bieten hat.

Die Kunst

Old San Juan Street © Michael / stock.adobe.com

Puerto Rico bietet eine schier unglaubliche Anzahl an Orten, an denen sich künstlerische Werke betrachten lassen können. 50 Galerien und 70 Kunstmuseen, sowie die „Blank Canvas“ Initiative und das Google Arts & Culture Project von Broadway-Star Lin-Manuel Miranda. Aus gutem Grund zählt dieses Außengebiet der USA zu den sogenannten „Art Hotspots 2020“.

Zu entdecken gibt es neben klassischen Gemälden auch Wandbilder, die ganze Häuserwände verzieren. Inspiriert durch die Taíno, spanischen und afrikanischen Kultur, zeigen die Künstler, wie großartig Kunst und Kultur mit einem karibischen Flair kombiniert werden können.

Lin-Manuel Miranda und das Google Arts & Culture Projekt

Google und Lin-Manuel Miranda, der kreative Kopf hinter dem Broadway Musical Hamilton, schlossen sich bereits im letzten Jahr für ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt zusammen. Miranda, dessen Vorfahren aus Puerto Rico stammen und vier weitere Institutionen dieser Insel, arbeiten Hand in Hand mit Google, um die puertorikanische Kultur weltweit digital zur Verfügung stellen zu können.

Mit dabei sind bereits 350 Werke vom Institute of Puerto Rican Culture, dem Museo de Arte de Puerto Rico, dem Museo de Arte Contemporáneo de Puerto Rico, sowie des Museo de Arte de Ponce. Innerhalb der nächsten Monate werden diverse weitere Stücke hinzukommen.

San Juan vom Meer aus © Martin / stock.adobe.com

Street Art in Santurce

Wer sich in Sachen Street Art bereits etwas auskennt, dem wird San Juans District Santurce vielleicht schon etwas sagen, denn das größte Projekt hört hier auf den Namen Los Muros Hablan, was „die Wände sprechen“ bedeutet. Santurce und dessen Nachbarschaft profitieren dadurch und so wurde diese einst wenig beachtete Ecke nun zum bunten Szenetreff, wo sich Straßenkünstler von überall auf der Welt an den leeren Wänden vollends ausleben können. Besonders auf der Calle Loiza, der Calle Cerra und rund um die La Placita können diese Werke entdeckt werden. Bekannte Künstler wie La Pandilla, Defy und Rey X haben sich hier bereits verewigt.

Weltklasse Museen

Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart warten auf einer Fläche von 1.200 Quadratmetern im Museo de Arte de Puerto Rico (San Juan) auf Kunstliebhaber. In der im Süden gelegenen Gemeinde Ponce ist das Museo de Arte de Ponce zu finden. Hier werden über 4.500 Kunstwerke ausgestellt.

Unter ihnen sind einige der wichtigsten Kollektionen der präraffaelistischen Kunst der westlichen Hemisphäre zu entdecken. Diese beiden genannten Museen tragen hauptsächlich für den Ruf Puerto Ricos als international angesehene Kunstdestination bei.

Puerto Rico Capitol © dennisvdwater / stock.adobe.com

Aufstrebende Künstler

Das Museo de Arte Contemporáneo de Puerto Rico bietet aufstrebenden, zeitgenössischen Künstlern eine Plattform für Kunst aus Lateinamerika, Puerto Rico und der Karibik. Aber auch die innovative Roberto Paradiso Gallery beherbergt junge Kunstwerke. Die Sammler-Szene in der Kunstbranche ist groß. Ein absolutes Muss stellt also der Zeitraum Ende November dar, denn dann findet die MECO International Art Fair statt, die die amerikanische, lateinamerikanische und internationale Szene verbindet.

Höhlen, Petroglyphen und die Wurzeln der Taíno Kultur

Die Taíno-Route ist auf Puerto Rico sehr bekannt. Sie verläuft vom nördlichen Arecibo-Bezirk bis hinunter in die südliche Gemeinde Ponce. Hier können die Besucher aus aller Herren Länder einen sehr umfangreichen Einblick in die Vergangenheit Puerto Ricos erlagen. Die Höhepunkte stellen unter anderem die große Cueva Ventana (zugängliche Höhle auf einem Kliff mit malerischem Ausblick) und die Cueva del Indio (diese Höhle weist inselweit die höchste Anzahl an Petroglyphen auf) dar.

Afrikanisches Erbe in Loíza

Die größte afro-karibische Gemeinde ist in Loíza östlich von San Juan beheimatet. Besiedelt im 16. Jahrhundert durch den Yoruba Stamm prägen bis heute noch Afro-Puerto Ricaner Musik, Tanz Kulinarik und Kunst diesen Bezirk.

Wer sich auf die Route 187 begibt, findet viele Studios, in denen das kulturelle Erbe durch Künstler und Handwerker weitergeführt wird. Die bekannten Vejigante Masken, welche aus Kokosnussschalten hergestellt werden, kommen vor allem beim Carneval de Ponce zum Einsatz.

Genug von Kultur, denn du bist eher auf der Suche nach den unentdecktesten Ecken dieses Planeten? Dann haben wir hier das Richtige für dich.

Foto top: napa74 / stock.adobe.com

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