KANADA-EINREISE nur noch mit „eTA“

Einreise nach Kanada wird kompliziert Dank „eTA“

Die Kanadier machen es den USA ab 2016 nach! Was für die USA-Einreise bereits seit Jahren lästiger Standard ist, kommt jetzt auch auf Urlauber zu, die nach Kanada reisen möchten und nicht über ein Visum verfügen. Eine Einreise nach Kanada ist dann nur noch mit einer elektronischen Einreisegenehmigung möglich (eTA).

Ebenso wie bei den Vereinigen Staaten müssen sich Touristen ab 15. März 2016 vor Abreise elektronisch eine Genehmigung einholen. Auf diesen Tag habe sich die kanadische Einwanderungsbehörde vorerst entschieden. Das Ganze nennt sich für Kanada „Electronic Travel Authorization“ – kurz: eTA. Das Ziel der Erneuerung ist ein vorheriges Prüfen der Fluggäste um so zu vermeiden, dass „unerwünschte“ Passagiere in Kanada einreisen können. Der Onlineantrag liegt bei dem „Department of Citizenship and Immigration Canada“, was übersetzt nicht anderes als eine Einwanderungsbehörde ist. Es ist äußerst ratsam, sich ein paar Tage vor Ticketbuchung die entsprechende Autorisierung zu besorgen. Im Regelfall bekommt man binnen weniger Minuten eine Bestätigung. Wie allerdings auch beim amerikanischen ESTA-Antrag, kann es vereinzelt zu Verzögerungen kommen. Immerhin läuft das System noch nicht und es liegen noch keine Erfahrungswerte vor. Freiwillige, die nicht bis März 2016 warten möchten, können sich ab dem 01. August 2015 anfangen zu registrieren. Für 7 CAD (etwa 5 Euro) erhält man seine Bestätigung, welche ab Ausstellungszeitraum fünf Jahre gültig ist. Immerhin drei Jahre länger als bei den Amerikanern. Sollten Touristen sich nach der Ausstellung einen neuen Reisepass beantragen, oder der jetzige Reisepass in weniger als fünf Jahren auslaufen, dann verliert somit auch das eTA die Gültigkeit und muss neu beantragt werden.
Die Einwanderungsbehörde erfragt auf dem Onlineantrag lediglich Standardinformationen, die bereits heute bei einer Einreise nach Kanada gesammelt werden. Im Prinzip versucht Kanada auf diese Weise eine schnellere Einreise vor Ort zu ermöglichen und ein stundenlanges Warten in Schlangen zu vermeiden. Im Jahre 2009 wurden über 15 Millionen Touristen in Kanada verzeichnet. Für kanadische Staatskassen dürfte die Neuerung einen netten „Nebeneffekt“ beinhalten, denn wenn die Touristen nach wie vor fleißig ins das Land reisen, spielen diese dem Ami-Nachbarn unweigerlich rund 105.000.000 CAD pro Jahr ein.
Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr hier.

Quelle: dmm travel
Foto: alexkopje / Shutterstock.com

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