Ein etwas anderes Reiseziel: Meraner Land

Erst kürzlich waren meine Kollegen für einen Kurztrip in Meran gewesen. Meran? Hatte ich vorher noch nie gehört. Irgendwo in Sürdtirol gelegen, tief im Tal zwischen unendlichen Gebirgslandschaften. Keine Weltstadt. Und überhaupt…Südtirol? Ist das nicht der Ort, wo meine Großeltern immer hinfahren? Da, wo Jodeln noch eine Volkskunst ist?

Denk ich an Tirol, denk ich an die Berge, an ganz viel Grün und bunte Blümchen. Für mich als Großstadtmensch durch und durch also kein Ort der Heimat. Aber Meran wollte ich trotzdem mal selbst erleben. Wieso? Weil sämtliche Freunde und Kollegen, die von dort zurückkommen, wie ausgetauscht wirken: positiver, stressbefreit, energiegeladen. Und vor zwei Wochen dann kam ich auch in den Genuss dieses wunderbaren Landes…

Wohnen

Ich hatte das große Glück, in einem der außergewöhnlichsten Hotels der Stadt zu wohnen. Klein und fast schon unauffällig ist der Eingang vom ImperialArt, einem Kunsthotel. Kunsthotel… was ist das denn? Bereits nach den ersten Schritten ins Hotel fällt auf: Bis ins kleinste Detail wurde hier eingerichtet, mit viel Hingabe; nicht übertrieben, nicht hochgestochen, sondern mit Bedacht darauf, etwas ganz Besonderes zu schaffen: Räume, Flure, Gänge – dekoriert, geschmückt und bemalt von den Künstlern Marcello Jori, Elisabeth Hölzl, Ulrich Egger. Jedes Zimmer so individuell und kreativ gestaltet wie kein zweites und jedes eine Augenweide für sich.

Kunstvoll eingerichtet: Zimmer im ImerpialArt
Kunstvoll eingerichtet: Zimmer im ImerpialArt

Ich persönlich bin im Alpine Chrystal untergekommen: Ein großes, sehr gepflegtes Doppelzimmer, mit tiefer Badewanne gleich neben dem Bett. Neben den auffälligen Dekorationen gefällt mir vor allem das geräumige Bad: Riesige Spiegel, offene Dusche, Mosaikfliesen, da verbringt frau morgens gerne noch ein paar Minuten länger drin. Moderne Kunst und schickes Ambiente ziehen sich durchs ganze Hotel, hier erinnert nichts an das Südtirol aus Omas Erzählungen. Morgens grüßen die Sonnenstrahlen durch den Balkon, von dem man einen herrlichen Blick auf die Berge hat. „Deswegen kommen auch viele gerne im Winter, zu Silvester“, wird mir erzählt. Die Glücklichen liegen dann zu Jahresende im Whirlpool auf der Terrasse (z.B. in der Paradise-Suite), genießen eine schier unglaubliche 360°-Panorama-Aussicht auf die Alpenlandschaft – Feuerwerk und persönlich gebrachter Champagner inklusive.





Zum Frühstück lädt ein liebevoll angebrachtes Buffet ein und auch sonst lässt es sich im Café des Hauses gut gehen: Eine feine Auswahl an italienischen Köstlichkeiten – allein der einfache Kaffee ist wärmstens zu empfehlen – und der freundliche Service begleiten den optimalen Start in den Tag. Sonstige Highlights: VIP wird im ImperialArt großgeschrieben. So kam ich zum Luxus des freien Besuchs der Meraner Therme. Schon allein beim Anblick fühlt man sich tiefenentspannt, Erholung vom Feinsten.

Das ImperialArt ist also nicht nur die Adresse für Touristen, die nach Entspannung suchen, sondern vor allem richtig für all diejenigen, die Extravaganz und Modernität von Kunst im perfekten Zusammenspiel mit alten Tugenden und traditionsreicher Landschaft erleben wollen.

ImperialArt Café
ImperialArt Café
Entspannung auf dem Balkon - ImperialArt Whirlpool
Entspannung auf dem Balkon – ImperialArt Whirlpool

 

Essen und Trinken

Meraner Knödel
Meraner Knödel

„Was ist eigentlich Südtiroler Küche“, habe ich mich dort gefragt. Ein Mix aus deutschem und österreichischem Festessen auf der einen Seite und mediterraner, italienischer Kochkunst auf der anderen? Kann das überhaupt gut gehen? Oh ja, es kann. Die Auswahl an Restaurants ist erstaunlich groß für ein so kleines Städchen, an jeder Ecke winken Cafés und Gelegenheiten, sich den Mund zu versüßen. Wer Däftiges mag, der fragt am besten nach Knödelspezialitäten. Ach die Knödel, darauf sind die Meraner ganz besonders stolz. Man isst sie hier, anders als bei uns, nicht etwa als Beilage, sondern oft auch allein, gedeckt in Soße oder in einer Suppe. Ich durfte sie im Gasthaus Steinegg, auf der Spitze der Hochmuth im Naturpark Texelgruppe auf 1500 Metern Höhe gelegen, probieren. Von hier genießt man übrigens eines der schönsten Panoramas auf ganz Südtirol. Aber dazu später mehr, nochmal zurück zu den Knödeln. Die Tiroler Spezialität schmeckt hier tatsächlich anders als zu Hause in Deutschland, herzhafter und wirklich sehr lecker.

Endlose Auswahl: Wein
Endlose Auswahl: Wein

Und auch die italienische Küche präsentiert sich hier im Norden der Heimat von Pizza und Pasta. Geheimtipp dürfte das Restaurant Relax sein, nahe dem Stadtzentrum. Angeboten wird auch immer eine große Auswahl an Wein. Die Weinberge sind Merans ganzer Stolz: Die Vielfalt der Trauben ist zurück zu führen auf die verschiedenen Bodenbedingungen. Hoch in den Bergen oder tiefer im Tal – durch die großen Höhenunterschiede erfüllt Merans Grund die Bedingungen für den Anbau unzähliger Weintraubensorten. Das Weinsortiment reicht daher von Rot bis Weiß, lieblich bis trocken, wärmstens ans Herz zu legen ist dabei der Meraner Eiswein.

Erholen und erleben

Für Wellnessfans: Die Thermenanlage
Für Wellnessfans: Die Thermenanlage

Wer auf Action, Großstadtfeeling und laute Clubs steht, der sucht in Meran leider vergeblich. Die Stadt bietet einiges an Ausgehmöglichkeiten, für alle, die eine Erlebnistour wie à la Hangover wollen, ist das aber nichts. Hier genießt man die Augenblicke, die Ewigkeit, hier hetzt man nicht in Hektik von einem Ort zum anderen. Wer abends ausgehen möchte, der kann sich in einer der Bars bis tief in die Nacht gute Cocktails oder ein Glas Wein gönnen. Ansonsten lädt die auch im Dunkeln wunderschön beleuchtete Stadt zu Abendspaziergängen ein. Tagsüber haben die vielen, kleinen Boutiquen offen, wie sie es nur in Italien gibt. Wer Glück hat, trifft genau einen der Tage, an denen die Straßenmärkte zum Mittelpunkt des Stadtzentrums werden. Ich persönlich kann mich ja stundenlang dadurch stöbern, ohne dass mir auch nur einmal einfällt, auf die Uhr zu schauen. Andere steigen lieber auf Rad, erkunden die farbenfrohe Stadt mit ihren mediterranen Häuschen auf eigene Faust. Ausklingen lassen kann man den Tag dann in der Meraner Thermenanlage, eine Wellness-Oase, die Stress und Sorgen im Nu verschwinden lässt.

Womit Meran aber am meisten besticht, ist seine Natur. Abgesehen vom traumhaften Wetter, knallende Sonnenstrahlen und endlos blauem Himmel, besticht das Meraner Land mit seiner Gebirgslandschaft. Mit der Seilbahn geht’s hoch auf die Bergspitzen, bis zu 2000 Meter Höhe bieten eine unglaubliche Sicht auf das Tal. Ende Sommer Anfang Herbst ist diese besonders schön. Wer im Frühling zu Besuch ist, der kommt dagegen in den Genuss unendlich vieler, blühender Apfelblüten.

Meraner Land
Meraner Land

Ich war nicht mal drei volle Tage an diesem wundervollen Ort, der aussieht, als könne er Kulisse stehen für Märchenbücher und Disneyfilme. Und jetzt, wo ich zurück bin in meiner geliebten Großstadt, versteh ich folgende Aussage: „Gott gab uns hier die Uhr, und euch in Meran die Zeit.“

Weitere Infos unter: www.meranerland.com, www.imperialart.it
 

Fotos: Hotel ImperialArt

1 Comment
  1. Ein ganz toller Beitrag! Die Landschaft dort ist wirklich wunderschön. Mein Mann und ich waren letztes Jahr in einem Hotel im Meraner Land und waren total begeistert. Es war sicher nicht mein letzter Besuch! Liebe Grüße, Svenja

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