Addo Elephant Park – Ein Stück unberührte Natur Teil 2

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Big Five – die Helden der Steppe warten auf uns

Die bekanntesten Tiere im Addo Elephant Park sind: Elefanten, Zebras, Büffel, verschiedene Antilopen und Warzenschweine. Mit Glück seht ihr einen der vier Löwen und mit noch mehr Glück einen Leopard. Der Leopard wurde allerdings die letzten 7 Jahre nicht gesehen. Für mich ist es aber auch ein 6er im Lotto, wenn ich die Löwen mit dem Privatauto entdecke. Die Löwen seht ihr zu 99% nur mit geführten Touren. Und auch hier benötigt ihr das Zauberwort bei Safaris: „Glück“.
 

Trinkende Elefanten im Addo Elefanten National Park
Elefanten-Addo-ajoure-travel Foto: ©iStock.com/Steven Humphreys
 





Aber der Reiz des Parks macht u.a. aus, dass ihr mit dem eigenen Auto alles erkunden könnt. Ein schönes, freies und spannendes Gefühl. Also erster, höchstens zweiten Gang rein und einfach rollen lassen. Der Fahrer guckt auf die Straße, zusätzlich so gut es geht links und rechts in die Büsche und der Beifahrer versucht mit Adleraugen ja kein Tier zu verpassen. Bei uns hat es verhältnismäßig lange gedauert, bis wir die ersten Tiere zu Gesicht bekamen. Das Gelände ist eine Mischung aus hohen Sträuchern (schwer durch zu schauen und somit nicht leicht etwas zu erblicken) und weitläufigen Bereichen.

Gespannt fuhr ich also durch das Eingangstor. Sofort kamen Gedanken an Jurassic Park auf und die Abenteuer- und Entdeckerlust wurde in mir geweckt. Für jede Safari unumgänglich ist das Fernglas. Für schon ab 20,00€ im Handel zu haben, ist es auf solchen Touren lebenswichtig und sichert euch ein noch besondereres Safari-Feeling. Unsere Tour war ein schmaler Grat zwischen purer Freude und kleiner Enttäuschung mit einem königlichen Happy End.
 

Zebras
Zebras-SA-ajoure-travelFoto: ©iStock.com/EcoPic
 

Doch alles der Reihe nach. Die große Vielfalt ist im Addo Elephant Park nicht gegeben. Ich will dies keinesfalls schlecht reden, aber die Tierarten Elefant-Zebra-Büffel-Antilope wiederholen sich leider zu oft. Das Positive daran ist, dass euch Tierbilder in der freien Natur geboten werden, die ihr nur an wenigen Stellen der Erde bewundern könnt. Besonders an den Wasserstellen zeigen sich spektakuläre Elefantenherden mit atemberaubenden durstigen Büffeln und wunderschönen Zebras. Zu unserem neuen Lieblingstier wurde allerdings das Warzenschwein. Tolles putziges Tier, meist in Familien unterwegs und immer auf der Suche nach Nahrung.

 
Warzenschweine
Warzenschweine-AE-Park-ajoure-travel Foto: Michael Malmer für Ajoure Travel
 

Aber ich will doch die Big Five sehen! Nun gut, ich habe mich mit dem Gedanken abgefunden, dass dies hier leider nicht stattfinden wird, denn ein Nashorn und einen Leoparden werdet ihr hier nicht finden. Aber der Löwe, wenigstens noch den Löwen!

Die große Hoffnung war also die Night-Drive-Tour. Die angeblich beste Möglichkeit die große Raubkatze zu sehen. Der Himmel war dunkel aber klar und mit Sternen verziert. Jetzt musste es doch klappen?! Es begann aber leider wie es aufgehört hat: Elefanten, Büffel und wieder Elefanten. Verdammt! Der Fahrer gab aber nicht auf. Wieder fuhren wir in eine Straße, die ihr nur mit dem Safaribus befahren könnt und in Schrittgeschwindigkeit umkreisten wir diesen speziellen Bereich. Kurz vor dem öffentlichen Weg war es dann endlich soweit, der Moment war gekommen. Meine Freundin (wir saßen ganz vorne im Bus) auf einmal mit einem nervösen, hektischen aber freudigem Aufschrei: „Das ist er“ „der Löwe!“ Sofort natürlich der Konter von unserem Ranger: „Pssst“. Wenn ihr wisst, es gibt in diesem Park Löwen, dann musst Du den Löwen auch sehen!
 

Löwe im Addo National Park
Lowew-Addo-Park-ajoure-travelFoto: ©iStock.com/sarahlouisephotography
 

Da waren Sie also, zwei Löwen mit wunderschönen Mähnen – beides Männlein in Ihrer vollen Pracht. Das wohl ehrwürdigste Tier in ganz Afrika. Staunend und mit weit aufgerissen Augen begutachteten wir die Tiere von unten nach oben. Die Katzen sehen ganz kuschelig und friedlich aus. Aber aus entsprechender Entfernung und mit dem Höhenunterschied aus dem Bus heraus lässt sich dies natürlich leicht sagen. Nach unzähligen Fotos lehnten wir uns also zufrieden in den Sitz zurück – die Safari war gerettet. Alles was jetzt noch kommt ist Zugabe.

Fazit des Addo Elephant Parks: Seid euch bewusst, was euch erwartet und vor allem welche Tiere ihr zu sehen bekommt. Wenn ihr das wosst, werdet ihr zu 99% zufrieden sein. Wenn euch dann noch Löwen über den Weg läuft, seid ihr schon bei optimaler Ausbeute und habt die 100% erreicht.

Ajoure Tipp: Verbindet den Addo Elephant Park mit der Garden Route und einem Aufenthalt in Kapstadt. Auf dem Weg nach Cape Town, bei Plettenberg Bay, besucht ihr das Game Reserve und den Jukani Wildpark und euer Traum der Big Five wird zur einzigartigen Realität.

Foto top: ©iStock.com/BrettDurrant

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