Hier kommt keiner rein: 10 geheime Orte, die niemand besuchen darf

Hier kommt keiner rein: 10 geheime Orte, die niemand besuchen darf

Reisen macht Spaß und bildet. Der Reiz am Reisen ist jedoch auch das Unbekannte, das Erleben fremder Länder und anderer Kulturen. Wer gerne etwas Außergewöhnliches erleben möchte, sucht meist nach besonders exotischen Reisezielen. Es gibt jedoch einige Plätze auf der Welt, die du nicht besuchen kannst oder nur mit bestimmter Genehmigung aufsuchen darfst. Hier stellen wir dir mal eine kleine Auswahl solcher Orte vor. Erfahre, was all diese Orte so einzigartig, so geheimnisvoll und so besonders macht.
 

1. Fort Knox, USA

Fort Knox

Fort Knox ist ein Ort, der viele fasziniert. Hier wird ein Teil der Goldreserven der US-Regierung aufbewahrt. Hohe Sicherheitsvorkehrungen verhindern, dass Unbefugte Zutritt erhalten. Erbaut wurde Fort Knox im Mitte des 19. Jahrhunderts während des Bürgerkrieges. Die Festung aus dem Jahr 1862 trug ursprünglich den Namen Fort Duffield und wurde im Laufe der Jahre mit modernster Technik und Elektronik zur Überwachung ausgestattet. Die genaue Aufteilung der Räume unterliegt strengster Geheimhaltung, damit das Gold vor Raub und Überfällen noch sicherer ist.
 

2. Varosha, Zypern

Varosha, Zypern

Die Mittelmeerinsel Zypern ist schon seit langem in einen griechischen und einen türkischen Teil aufgeteilt. Einer der beliebtesten Ferienorte der Insel war bis in die 80er Jahre hinein die Stadt Varosha. Errichtet wurde der Ferienort bereits in den 60er Jahren und bot seinen Gästen über 100 Hotels, Ferien-Appartements, Banken, Geschäftsstraßen, Restaurants, Kinos, Theater usw. Mit dem Einmarsch des türkischen Militärs begann jedoch der unaufhaltsame Abstieg des Ortes. Die Bewohner flüchteten und Varosha wurde zu einem verlassenen Ort – einer regelrechten Geisterstadt. Im Zuge des Konfliktes zwischen Zypern und Griechenland wurde die Stadt zum Sperrgebiet erklärt, da keine Einigung erzielt werden konnte, ob die Stadt türkisch oder griechisch sein sollte. Verwaiste Häuser und Hotels, leere Straßen und verlassene Strände lassen die Stadt gespenstisch wirken.
 

3. Die Höhle von Lascoux, Frankreich

Die Höhle von Lascoux

Die Höhle von Lascoux befindet sich in der französischen Provinz Dordogne. Berühmtheit erlangte sie durch die dort vorhandenen Höhlenmalereien aus der frühen Steinzeit. Bei ihrer Entdeckung im Jahr 1940 durch vier junge Männer wurden die Malereien der Höhle bekannt. Rund neun Jahre später fand man dort noch weitere Zeugnisse der Steinzeit wie z.B. Speere und Tierschädel. Die Höhle ist sehr verzweigt und hat mehrere Gänge. Um die dort vorhandenen Zeitzeugnisse zu schützen, wurde die Höhle in den 60er Jahren für Öffentlichkeit und Besucher gesperrt und mit einer Klimatisierung ausgestattet. Die vielen Besucher und das entstehende Kondenswasser hatten damals ernste Spuren an den Malereien hinterlassen und bedrohten die Erhaltung des Kulturguts.
 

4. Svalbard Global Seed Vault, Norwegen

Svalbard Global Seed Vault

Die einzigartige Saatgutbank Svalbard Global Seed Vault wurde im Jahr 2006 gegründet und befindet sich im norwegischen Spitzbergen. Über vier Millionen verschiedene Samenproben werden hier gelagert, darunter auch Saatgutproben von Mais, Weizen, Kartoffeln, Reis, Maniok usw. Ziel ist es, die Ausrottung bestimmter Saatgut-Arten zu verhindern und ökologische Forschung zum Thema Saatgut und Anbau zu betreiben. Ein speziell konzipiertes Kühlsystem sorgt für eine konstante Temperatur, damit das Saatgut nicht verderben kann. Finanziert wird der Aufbau und der Unterhalt dieser Saatgutbank unter anderem von privaten Investoren wie der Bill-Gates-Stiftung oder der Rockefeller-Stiftung aus den USA. Die Samen- und Saatgutproben sollen die Ernährung der Menschen in schweren Zeiten, wie beispielsweise bei Dürrekatastrophen, sichern. Damit niemand diese Tatsache für eigene Zwecke und politische Ziele missbrauchen kann, wird der Saatgut-Tresor für die Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht.
 

5. Area 51, USA

Area 51

Area 51 ist ein in den USA bekannter und dennoch geheimer Ort, denn dieses militärische Sperrgebiet ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Daher ranken sich um Area 51 auch zahllose Geschichten. Von Außerirdischen aus dem Weltall ist dort die Rede. Das rund 100 m² große Areal befindet sich ca. 100 km entfernt von Las Vegas und wird für militärische Versuche genutzt. Eine eigene Landebahn macht auch Testflüge mit Kampfflugzeugen möglich. Die militärischen Aktivitäten unterliegen der absoluten Geheimhaltung.
 

6. Vatikan-Bibliothek, Italien

Vatikan-Bibliothek

Die sogenannte Vatikanische Apostolische Bibliothek ist eine der größten kulturellen Schatzkammern in Italien und Europa. Hier lagern rund 150.000 von Hand geschriebene Bücher, ca. 300.000 alte Münzen sowie zahlreiche alte Landkarten. Die Sammlung geht weit bis in das 4. Jahrhundert zurück und wurde ständig erweitert. Schon im 15. Jahrhundert liegt der Ursprung der heutigen Bibliothek und im Laufe der Zeit wurde die Sammlung immer wieder modernisiert. Im Jahr 2010 begann man mit der Digitalisierung der verschiedenen Bücher, Schriften und Dokumente. Teil der Vatikan-Bibliothek ist auch das Vatikanische Geheimarchiv. Hier werden in gut gesicherten Tresoren besonders wertvolle Schriften und Dokumente aufbewahrt.
 

7. Ni’ihau, Hawaii

Ni’ihau, Hawaii

Die kleine hawaiianische Insel Ni’ihau wird auch die „Verbotene Insel“ genannt, da sie sich in Privatbesitz befindet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Größe von Ni´ihau beträgt ca. 180 Quadratkilometer. Die kleine Bevölkerung von etwa 160 Menschen lebt von Fischfang und von der Zucht von Nutzvieh. Errungenschaften der Zivilisation, wie Geld oder elektrischer Strom, sind auf dieser Insel nicht vorhanden. Die Abschirmung vor der Außenwelt soll vor allen Dingen die Kultur und Traditionen der Einwohner schützen.
 

8. Sewersk, Russland

Sewersk, Russland

Der sibirische Ort liegt in der Nähe von Tomsk. Sewersk ist eine nicht für alle zugängliche Stadt, denn wer von außerhalb zu einem Besuch dorthin reisen möchte, der benötigt einen speziellen Passierschein. Rund 100.000 Einwohner zählt die erst im Jahr 1949 gegründete russische Stadt und wurde bekannt durch die Herstellung von Plutonium für Waffen und Atomkraftwerke. Inzwischen ist der Ort auch ein Endlager für Atommüll geworden. Auch Länder wie Frankreich lagern hier ihre radioaktiven Abfälle. Sewersk ist aber auch Universitätsstadt und verfügt über eine Niederlassung der Polytechnischen Universität Tomsk. Nicht frei zugänglich ist Sewersk nicht nur wegen der früher geheimen Forschung zum Thema Atombombe, sondern auch wegen der radioaktiven und gefährlichen Stoffe, die dort lagern.
 

9. Sentinel Island

Sentinel Island

Diese Insel im indischen Ozean ist einzigartig, denn die Bewohner dulden keinerlei Besucher oder Fremde auf ihrem Gebiet. Wer sich dennoch auf die Insel wagt, der riskiert sein Leben. Denn unerwünschte Eindringlinge werden mit Pfeil und Bogen bedroht. Sentinel Island ist nur ca. 75 km² groß und hat mit nur rund 39 Bewohnern eine winzige Bevölkerung. Um den Wunsch der Einwohner nach Abgeschiedenheit zu respektieren, wurde die Insel 1996 zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Die Einhaltung des Verbots wird von der regionalen Polizei und der indischen Marine streng überwacht.
 

10. Jamantau, Russland

Jamantau, Russland

Bei Jamantau handelt es sich um einen der höchsten Berge (ca. 1640 m) im russischen Ural. Berühmtheit erlangte der Berg jedoch nicht wegen seiner Höhe, sondern wegen vieler Geschichten, die sich um ihn ranken. Unterhalb des Berges, so heißt es, hat die russische Regierung einen gigantischen unterirdischen Komplex erbaut. Hierbei soll es sich um Bunkeranlagen und um eine groß angelegte Infrastruktur wie z.B. Kommandozentralen und Lebensmittel-Lager handeln. Die Größe dieser Anlagen ist enorm und vergleichbar mit dem Einzugsgebiet von Washington, USA. Um die Macht Russlands zu sichern, wird dieser Ort nicht für die breite Öffentlichkeit geöffnet.

 

Fotos: bauhaus1000; Chris Clor; Simon Critchley; Hans Georg Roth; Sisse Brimberg; Cultura RM Exclusive/Tim E White; Tyler Stableford; De Agostini / Biblioteca Ambrosiana; James L. Amos. / Getty Images; alvgor [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons; Von A nikitinEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link; LoveBite Productions / YouTube

 

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