Einmal Thailand, immer Thailand!

Einmal Thailand, immer Thailand

Man hört es meist von Freunden, die gerade aus dem Urlaub kommen und kann es schlecht nachvollziehen, wenn man noch nie in Thailand war. „Einmal Thailand, immer Thailand“ ist ein Spruch, der uns nie so ganz klar war und was eigentlich dahintersteckt. Deswegen ging unsere Reise dieses Mal nach Thailand, um herauszufinden, warum so viele so derart davon schwärmen. Wir haben uns für euch auf den Weg gemacht, um alle unsere Erlebnisse mit euch zu teilen.

Die Anreise

Wir starten also ab Berlin mit dem Zug nach Frankfurt a. M. Flug über Bangkok, weiter nach Phuket und dann mit dem Auto Richtung Khao Lak in den Robinson Club. So lang sich der Anreisesatz anhört, so lang ist die Reise auch tatsächlich. Berlin – Frankfurt mit dem Zug 4,5 Stunden, Aufenthalt in FFM 1,5 Stunden, danach 11,5 Stunden im Flugzeug nach Bangkok, Aufenthalt 1,5 Stunden, weiter mit dem Inlandsflug eine gute Stunde nach Phuket und danach mit dem Bustransfer 1,5 Stunden nach Khao Lak. Machen wir ein Strich darunter: egal über welche Route du kommst, es dauert Pi mal Daumen mindestens 20 Stunden, je nachdem, ob du deinen Abflugsort direkt in deiner Nähe, oder wie wir, noch eine Anreise an den Flughafen hast.
Da die Vorfreude aber so groß ist, ist die Anreise zwar anstrengend, wird aber durch die Spannung auf das Land, die Leute und der Sehnsucht nach dem langverdienten Jahresurlaub erträglich.

Robinson Club Khao Lak

Die Ankunft

Völlig übermüdet und mit 5 Stunden Zeitverschiebung kommen wir dann endlich an unserem Domizil an und werden sehr geflasht. Geflasht von Land, Leuten und der gesamten Situation. Im Robinson Club angekommen, werden wir herzlichst mit Welcome Drinks und überaus freundlichem, fast schon liebevollem Personal empfangen. Ob es das deutsche Robinson-Personal war oder die einheimischen Angestellten im Club – bis hin zum Manager weiß der Robinson Club perfekt mit seinen Gästen umzugehen und diese auch optimal zu betreuen.

Da wir insgesamt drei Erwachsene und zwei Kids im Alter von 9 Jahren und 11 Jahren sind, haben wir zwei Bungalows gemietet. Beide sehr groß und beide mit eigenem Privat-Pool. Und wenn wir hier von einem Pool reden, dann meinen wir kein Planschbecken, sondern reden von mindestens 15 x 5 Meter und 1,70m Tiefe. Darin kombiniert ein hauseigener Whirlpool für 2 Personen zum gemütlichen Relaxen. Das gleiche Bild spiegelt sich im Übrigen auch bei den Bungalows wieder, da sie zwar nicht typisch thailändisch aussehen, aber durch ihren Luxus und Komfort extrem begeistern. Aber weg vom Robinson Club und zurück zum eigentlichen Thema Thailand.

Robinson Club Khao Lak

Das Wetter

Unser Abflugtermin war der 5. Juli und somit absolute Low-Season, da eigentlich Regenzeit ist. Vor Abflug haben wir ständig die Wetter-Apps gecheckt und Tag für Tag Regen und nichts als Regen angezeigt bekommen. Wir hatten große Angst, dass der komplette Urlaub buchstäblich ins Wasser fällt. Aber Thailand wäre nicht Thailand, wenn es uns nicht auch in Sachen Wetter überraschen würde. Wir haben jeden Tag Regen. Nicht so einen Regen, wie man ihn in Deutschland kennt, wo es langsam anfängt zu nieseln und sich dann Stück für Stück über Stunden einregnet. Nein, in Thailand läuft das anders!

Hier ist es so, dass plötzlich ein starker Wind aufzieht und es ungefähr eine Minute wie aus Eimern so derart schüttet, dass man definitiv bis auf die Unterhosen komplett nass ist. Das ganze Spektakel geht dann maximal 5 Minuten und danach ist wieder Ruhe. Was sich dabei nie ändert, ob es regnet, bewölkt ist oder die Sonne scheint, es ist und bleibt sehr warm. Wir haben immer um die 30 Grad und selbst wenn wir mal nass werden, sind wir auch genauso schnell wieder trocken. Alles in allem haben wir jeden Tag viele Stunden schönes Wetter und ein bis zweimal am einen kurzen Platzregen, was uns aber nicht weiter stört. In 14 Tagen Urlaub haben wir entweder großes Glück mit dem Wetter, oder es ist einfach „normal“ zu dieser Zeit.

Robinson Club Khao Lak Villa mit Pool

Die Kosten

Wir wussten durch die vielen Erzählungen von Freunden, dass man in Thailand günstig einkaufen, Essen gehen oder leben kann, aber dass es so günstig ist, hätten wir nicht gedacht.
Um es genau zu sagen, machst du dir beim Buchen in Deutschland schon deinen Endpreis. Je nachdem, welches Hotel, welchen Club und welche Art von Flug du dir aussuchst, hast du fast schon deinen Endpreis an Kosten. Ob du Vollpension oder Frühstück buchst, macht tatsächlich fast keinen Unterschied. Um mal ein paar Beispiele zu nennen, kaufen wir in einem 7eleven Supermarkt in Khao Lak zwei Flaschen Wasser (1L), 1 Flasche Coca Cola (1L), 2 Packungen Kitkat, eine Packung Oreo Kekse, zwei Packungen Chips, Haarspray und Sonnencreme. Einfach Knabbereien für abends, wenn man wieder im Bungalow ankommt, da wir in unserem Fall Vollpension gebucht haben und Essen im Club immer bereitstand. Für das ganze Supermarkt-Erlebnis, mit zwei Tragetaschen voller Sachen, haben wir 512 Baht bezahlt, also umgerechnet 14 Euro. Um ein anderes Beispiel zu nennen, waren wir mit drei Erwachsenen und zwei Kids am Abend in einem Feinschmecker-Restaurant, welches uns empfohlen wird. Wir haben eine Flasche Wein, zwei Apfelschorle, eine große Flasche stilles Wasser, zum Essen jeder eine Suppe als Vorspeise, danach ein Hauptgericht und zum Abschluss zwei Desserts. Das Ganze kostet uns 1330 Baht, also umgerechnet 35 Euro, für fünf Personen! Unglaublich, aber wahr.
So war uns schnell klar, dass Thailand tatsächlich extrem günstig ist.

Thailand Natur

Die Ausflüge

Wo man wirklich sparen kann, sind die Ausflüge. Gerade wenn man wie wir einen Club bucht, hat man die Möglichkeit, auch Vorort in der Anlage Ausflüge zu buchen. Die sind natürlich an die deutsche Preise angepasst und so kostet zum Beispiel ein Ausflug mit Elefantenreiten und waschen pro Person ca. 3000 Baht (Kinder etwas weniger). In unseren Fall hätten wir für alle rund 350 Euro hingelegt. Wenn ihr euch vorher übers Netz schlau macht, zum Beispiel in diversen Foren oder Facebook-Gruppen, bekommt ihr tolle Anbieter aus Khao Lak empfohlen. Wir haben unseren Mr. Berms, ein einheimischer Taxifahrer, der mit vielen thailändischen Anbietern Deals hat, um seine Gäste für Ausflüge dort hinzufahren. Wir haben über ihn einen Tagestrip gebucht, der ab unserem Hotel startet und dann zu einer Tempelbesichtigung geht. Danach fahren wir zu den Wasserfällen am Rande des Dschungels und anschließend zu einem Elefanten-Camp mit Komplett-Programm. Das heißt reiten auf Elefanten, danach mit ihnen baden und sie säubern und füttern. Dazwischen gibt es immer wieder kostenfrei Wasser und frisch gepflügte Früchte aus Thailand. Mr. Berms kennt als Einheimischer die perfekten Stellen. Der komplette Trip kostet uns 900 Baht für das Taxi über den kompletten Tag, plus zwei Elefanten von jeweils 1000 Baht. Der Preis am Ende des Tages: 2900 Baht (76 Euro).

Zu den Ausflügen gibt es noch zu sagen, dass man in der Nebensaison nicht alle machen kann, da viele Anbieter aufgrund des Wetters ihre Reisen nicht durchführen können. Wenn du schnorcheln gehen willst, dann empfehlen wir dir zwingend in der Hauptsaison zu reisen, damit du auf deine Kosten kommst. In der Zeit, in der wir da sind, haben wir nur einen Anfahrtspunkt zum Schnorcheln, der aber 2 Stunden vom Robinson Club entfernt ist. Dabei kann man auch nie sichergehen, ob der Ausflug auf dem Meer nicht ins Wasser fällt, da auf dem Ozean andere Gesetze gelten, als an Land. Alles andere wie Tempel, Nationalparks, Wasserfälle, Märkte und vieles mehr kannst du auch in der Low Season erleben.

Thailand Wasserfall

Die Kultur

Freundlichkeit trägt einen neuen Namen! Wir können behaupten, dass wir fast auf der ganzen Welt und in den unterschiedlichsten Regionen unterwegs waren. Und ja, viele Leute waren freundlich und zuvorkommend, aber die Thailänder haben alles übertroffen. Jeder in Thailand kommt dir mit einem freundlichen Sawatdii Krab (für den Mann) oder Sawatdii Kah (für die Frau) entgegen, gepaart mit einer kleinen Verbeugung und gefalteten Händen. Ob im Club, auf der Straße, auf dem Markt oder sonst wo, die Thailänder sind stets überfreundlich. So etwas haben wir tatsächlich noch nie erlebt. Natürlich gehen wir davon aus, dass im Club, den wir buchen, alle sehr freundlich sein werden. Aber selbst fremde Einheimische auf der Straße, die wir mal eben nach dem Weg fragen, begeistern uns.

Was wir aber auch dazu sagen müssen, ist, dass wir uns vorab in Deutschland etwas bezüglich Verhaltensweisenschlau gemacht haben und darüber, wie man den Thais würdigen Respekt erweist. Dazu gehört zum Beispiel, dass man seine Schuhe vor der Haustür auszieht, bevor man ihre Räumlichkeiten betritt oder dass man seinen Ärger nicht gleich frontal zum Ausdruck bringt, sondern erstmal Ruhe behält. Dass man ein paar kleine Worte wie „Bitte“, „Danke“ oder „Guten Tag“ auf Thail kennt, sind Dinge, die die Thailänder mit sehr großem Dank entgegennehmen. Die Thailänder leben nach der Philosophie Sanuk (Spaß haben). Das bedeutet, dass wenn du beispielsweise stolperst oder stürzt, der Thailänder auf der anderen Straßenseite sofort lacht. Er lacht aber nicht, um dich auszulachen, sondern er lacht mit dir, um den Ärger wegzulachen. Eben ganz nach der thailändische Lebensphilosophie Sanuk und nach dem großen Buddha: Geduld und lächeln.

Thailand Kultur

Die Kriminalität

Die Vorurteilsschublade ist weit offen, da wir uns vor dem Urlaub übers Netz schlau gemacht haben. Horrorgeschichten haben wir mehr als genug gelesen und sind dann Richtung Thailand mit gemischten Gefühlen geflogen. Angefangen von Thuk Thuk Taxis, über thailändische Straßen-Gangs, bis hin zu unhygienischem Essen und abartigen Aufenthaltserlebnissen. Und ja, wir müssen zugeben, wir haben die ersten Tage überall unsere Augen, ob irgendwo Gefahr lauert und stellen dabei fest, dass das Internet einfach scheiße ist. Irgendwie kam es so vor, als wenn man nach Krankheiten googelt und Ergebnis dann meistens Krebs ist (was es natürlich zu 99% nicht ist). So in der Art ist es uns mit dem ganzen Schauer-Geschichten ergangen. Wir sind im Nachtleben ohne jeden Ärger unterwegs, wir essen nahezu alles und probiert und kommen ohne Beschwerden wieder heil zu Hause an. Wir fahren, zusammen mit Einheimischen, die unterschiedlichsten Taxis und haben auch hier nur sehr freundliche Fahrer. Am Ende des Urlaubs schütteln wir alle Vorurteile ab. Bewusst ist uns auch, dass es überall Kriminalität gibt und dass man überall ein Auge offen haben sollte. Aber wenn man sich normal verhält und nicht gerade in die dunkelsten Hinterhöfe steigt, ist es wie überall auf der Welt. Wir haben von Khao Lak und Umgebung einen sehr sicheren Eindruck.

Thailand Strandbar

Das Fazit

„Einmal Thailand, immer Thailand“ haben wir verstanden. Ein unglaublich tolles Land, mit einer sehr beindruckenden Kultur. Ein Land, was grüner nicht sein kann, mit wunderschönen Sehenswürdigkeiten. Ein Land am Indischen Ozean – zum Träumen von morgens bis tief in die Nacht. Thailand, wir sehen uns bald wieder. Einmal Thailand immer Thailand!

 

Fotos: Sergey Belov / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion



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