Schon gewusst? 12 interessante Fakten über das Fliegen

Fakten über das Fliegen

Ob im Sommer in den Süden, mit der besten Freundin auf einen Städtetrip oder vielleicht sogar beruflich: Du saßt sicher schon mal in einem Flugzeug, hast den langen Ablauf an den gigantischen modernen Flughäfen mitgemacht und über das Wunder des Fliegens gestaunt. Mehrere Milliarden Fluggäste können die Fluggesellschaften Jahr um Jahr verzeichnen. Trotz der steigenden Popularität durch bessere Anbindungen und günstigere Flugtickets wissen die meisten gar nicht viel über das Fliegen an sich. Es gibt viele interessante Fakten über das Fliegen, die die Mehrheit der Passagiere nicht kennen. Finde heraus, welche kuriose und mysteriöse Eigenarten Flugzeuge mit sich bringen und was es braucht, damit du in die Lüfte steigen kannst.

1. Hast du Angst vorm Fliegen und traust den Flugmaschinen nicht ganz? Auch wenn du zu den 20 % derjenigen gehörst, die Angst vorm Fliegen haben: Keine Sorge! Die sogenannte Aviophobie, die sich durch Panik und Magenkrämpfe bemerkbar macht und immerhin einer von fünf Fluggästen besitzt, ist mittlerweile gut behebbar. Sogar Fluggesellschaften wie die Lufthansa bieten professionelle Kurse gegen Flugangst an und haben eine hohe Erfolgsquote.

2. Schlechtes Wetter? Ein Unbehagen, das vor allem besagte Flugangst-Betroffene plagt, ist, dass ein Flugzeug ja viel leichter von einem Blitz getroffen werden kann. Denn Flugzeuge fliegen bekannterweise auch immer wieder mitten durch Gewitter. Kein Wunder, dass viele sich fragen, wie das geht, ohne an der Sicherheit zu zweifeln. Aber wir geben Entwarnung: Flugzeuge sind blitzsicher und wirken wie Blitzableiter. Blitze stellen für Reisende und Besatzung keine Gefahr dar. Fluggesellschaften checken auch regelmäßig die eintretenden Blitzeinschläge, um sicherzustellen, dass außen nichts beschädigt wurde.

3. Es gibt Flüge, die bis zu sage und schreibe 16 Stunden dauern. Die Flugzeuge, die diese Routen bedienen, haben Schlafkabinen, zu denen nur die Piloten und die Stewardessen Zugang haben. Über eine versteckte Treppe können sich die Crew-Mitglieder in ihren rechtlich festgelegten Pausen ausgiebig ausruhen. Aber richtig private Ruhe oder viel Platz haben sie dort nicht: In solchen Schlafräumen befinden sich in der Regel fünf bis zehn kleine Betten.

4. Es ist bei manchen Fluggesellschaften gang und gäbe, dass Pilot und Copilot nicht dasselbe essen sollen, wenn sie zusammen fliegen. Dies wird so geregelt, um mögliche Lebensmittelvergiftungen, die beide krank machen könnten, zu vermeiden. Um garantiert sicherzustellen, dass keiner erkrankt, gibt es für Piloten sogar speziell zubereitete Mahlzeiten. Es scheint also, dass Fluggesellschaften sich für absolut jeden Fall der Fälle abzusichern wissen.

5. Das Essen im Flugzeug löst normalerweise keine Begeisterungswellen aus. Schuld daran, dass die Gerichte nicht besonders gut schmecken, ist jedoch nicht der Koch: Die Luftbedingungen in einem Flugzeug verändern nachweislich den Geschmack der Lebensmittel und Getränke und betäuben sogar ein Drittel des Gaumens. Vielleicht bekommen ja deshalb so viele Fluggäste Lust auf Tomatensaft?

6. Entgegen aller Bedenken, da das Fliegen in der Tat eine ungewöhnliche Fortbewegung für den Menschen ist: Das Risiko, ein Flugzeugabsturz zu erleben, beträgt 1 zu mehreren Millionen und ist dermaßen gering, dass es sich gewiss nicht lohnt, sich davor zu fürchten. Zum Vergleich: In einen Autounfall zu geraten ist sehr wahrscheinlicher, nämlich 1 zu 5000.

7. Falls du nun neugierig geworden bist, wie es denn um die Sicherheit bei Flügen steht: Studien konnten aufzeigen, dass die Chance abzustürzen beim Start und bei der Landung am höchsten ist. Um sicherzustellen, dass Rettungskräfte einen idealen Zugang zu verunglückten Flugzeugen haben, müssen die Passagiere bei Start und Landung die Fensterläden öffnen. Der sicherste Platz bei einem Absturz ist in der Nähe des Hecks, also im hinteren Teil der Maschine. In anderen Notfällen sind Plätze an den Notausgängen am sichersten.

8. Ein Mammutprojekt mehrerer Firmen: Damit ein Flugzeug hergestellt werden kann, sind Hunderte von Unternehmen notwendig. Die Flugzeugproduktion hängt von einer Vielzahl an Zulieferern ab, die Teile wie Sitze, Motoren usw. zur Verfügung stellen.

9. Da der Luftdruck je höher das Flugzeug steigt immer niedriger wird, würde der Mensch innerhalb von Sekunden das Bewusstsein verlieren. Der Druck in den Kabinen wird deshalb künstlich erhöht. Aus diesem Grund gibt es auch über jedem Sitzplatz die obligatorische Atemmaske, falls dieser Innendruck abfällt.

10. Hast du dich schon mal gefragt, warum alle Flugzeugfenster gleich aussehen? Irgendwie langweilig. Die Designer könnten ja mal kreativer sein, oder? Der Grund, dass sie nie eckig sind, sondern immer rundlich oval geformt, hat mit dem niedrigen Druck zu tun. Ecken würden die enormen Energien, die zwischen Innen- und Außendruck herrschen, nicht umlenken können und das Gehäuse so durch schwerwiegende Risse zerstören. Ohne Fenster wäre dieser Ausgleich sogar noch besser. Aber dann gäbe es ja nichts für die Fluggäste zu sehen!

11. Vielleicht ist dir schon das winzige Loch in einem Flugzeugfenster aufgefallen. Dieses dient als Entlüftungsventil und sorgt für konstanten Innendruck. Da die Fenster aus jeweils drei Scheiben bestehen, sorgt es auch dafür, dass die Scheibe nicht beschlägt und die einzelnen Scheiben durch die Spannung von Innen- und Außendruck nicht zerspringen. Unglaublich, was so ein kleines Detail alles bewirken kann!

12. Ist es eigentlich gefährlich, wenn ein Fluggast vergisst, den Flugzeugmodus in seinem Smartphone anzuschalten? Dass so etwas vorkommt, ist ja durchaus möglich. Smartphones können die Funksignale, die Piloten einwandfrei verstehen müssen, stören. Heutzutage sind die Techniken jedoch so ausgereift, dass ein Handy keine große Auswirkung auf die Funkwellen des Bordkommunikationssystems hat.

 

Foto: efks / stock.adobe.com

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